
Stuttgart. Sie haben es in den Olymp geschafft. Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler (beide 31) vom TSC Astoria Stuttgart feierten bei den German Open Championships mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz im Grand Slam Standard.
Es war der fünfte Sieg in Folge, und das machte das Ganze zu etwas Besonderem. Noch keinem anderen Paar zuvor war es gelungen, beim größten Tanzturnier der Welt fünfmal hintereinander die Goldmedaille zu gewinnen. Ein historischer Triumph also für das Paar vom TSC Astoria Stuttgart, das von den 4000 Zuschauern im Beethovensaal des Stuttgarter Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle mit Ovationen im Stehen gefeiert wurde.
„Das ist ein fantastisches Gefühl. Alles ist genauso aufgegangen, wie wir es uns erhofft hatten“, freute sich Claudia Köhler nach dem Turnier.
Über 5300 Paare gingen in Stuttgart an den Start, darunter auch einige Paare des 1. TC Ludwigsburg. Am erfolgreichsten waren Fabian Ardeiu und Andreea Raluca Manea, die sich unter 130 Paaren bis ins Finale der Junioren II Kombination, also alle zehn Tänze, vortanzen konnten. Dort wurden sie in einem hochklassigen Feld Sechster.
Die beiden jungen Rumänen, die ihre tänzerische Heimat in Ludwigsburg haben, waren auch in der Einzeldisziplin, der Junioren II Latein am Start. Hier wurden sie 42. von insgesamt 198 Paaren. Beide sind erst in diesem Jahr in die höhere Altersklasse gekommen und müssen sich gegen ältere und damit auch reifere Paare durchsetzen.
Ihre Clubkameraden Henrik Buchholz und Melissa Schenk starteten in beiden Sektionen, Standard und Latein bei den Junioren II. In Standard wurden sie 88. von 156 Paaren, in der Latein-Konkurrenz ließen sie 17 Paare hinter sich und wurden 180.
In Standard waren mit Moritz Krauter und Madeline Weingärtner ein Paar am Start, das noch nicht lange zusammen tanzt und dementsprechend wenig gemeinsame Turnierpraxis hat. Sie kamen dennoch überraschend eine Runde weiter und belegten in der Schlussabrechnung den 196. Platz.
In Latein waren insgesamt drei Paare des TCL dabei. Jan Albeck und Zsofia Garbe hatten sich nach den Erfolgen bei den Landesmeisterschaften und deutschen Meisterschaften akribisch vorbereitet, das Paar kam in die zweite Runde, in der es den 182. Platz belegte. Ihre Vereinskameraden Kim Frederik Scheuring und Juliane Gerstner sowie Sascha Schaller und Sajda Kindler wurden 272. bzw. 283. von insgesamt 315 Paaren.
Bei den Rising Star Turnieren dürfen die ersten 24 Paare der Weltrangliste nicht starten und geben damit Paaren der zweiten Reihe eine Chance. In Latein wurden Jan Albeck und Zsofia Garbe 156. In Standard hatten sich Moritz Krauter und Madeline Weingärtner sowie Dominik Kirchniawy/Sina Seidel dem Urteil der Wertungsrichter gestellt.
Arthur Ankerstein und Vivien Kreiter trumpften in ihrer Paradedisziplin Latein auf. Sie wurden viertbestes deutsches Paar und belegten im Weltranglistenturnier der Jugend Latein den 65. Platz.
Auch im Senioren-Lateinbereich (über 35 Jahre) hatte der TCL seit langer Zeit wieder ein Paar am Start. Walter Gattler und Elena Posadino vertraten beim Turnier die Farben des Clubs und wurden 66.





