20.09.2012

Mit spanischem Feuer geht es ins Abenteuer 2. Liga

Die 1. Herrenmannschaft des Hockeyclubs Ludwigsburg ist zurück in der 2. Bundesliga. Nun gilt es für das Team von HCL-Trainer Stephan Tschierschwitz, die starken Leistungen der Vorsaison zu bestätigen – die Spielzeit beginnt für den Neuling beim TSV Mannheim.

Der Ball rollt wieder: Sverin Schmidt ist eine Stütze des HC Ludwigsburg.

Ludwigsburg. Zuletzt trug der Verein Trauer: Der HC Ludwigsburg trauerte um seinen im August verstorbenen langjährigen Präsidenten Walter Paal. Der Jubel über den Aufstieg der Herren-Mannschaft in die 2. Bundesliga Süd war damit verstummt. Am Sonntag (11 Uhr) tritt das Team zum Auftakt beim TSV Mannheim an.

Besonders in den 60er Jahren sorgten die HCL-Hockeyspieler für Furore: Gleich zweimal standen die Ludwigsburger im Endspiel um die deutsche Meisterschaft, zudem gehörte der HCL als Gründungsmitglied 1969 zur Feldhockey-Bundesliga.

Nach dem Aufstieg in die 2. Liga 2012 wäre für Daniel Weißer nun der Ligaverbleib bereits ein großer Erfolg. „Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt“, sagt der Sportliche Leiter, „man muss drei Teams hinter sich lassen, um sicher in der Liga zu bleiben.“

Das Team von Aufstiegscoach Stephan Tschierschwitz setzt dabei auf bewährte Kräfte: Etwa auf den Jugend-Nationaltorwart Tobias Weißer – oder auf das HCL-Urgestein Andreas Wörz. Die zentralen Säulen sind für Tschierschwitz Arne Huber als Spielgestalter, Tilmann Placht als defensives Rückgrat und Raphael Schmidt als technisch versierter Stürmer.

Doch neben Kapitän Placht wird auch ein neues Gesicht in der Mannschaft auftauchen. Spektakulärer Neuzugang ist Angel Alvarez-Labraddor vom Club de Campo Madrid. Der Spanier hat sich auf das Abenteuer Deutschland eingelassen, nachdem in seinem Verein mit drei deutschen Nationalspielern die Konkurrenz im Team immer größer wurde.

„Er spricht bis jetzt nur Englisch, bis auf einzelne Worte wie Baum oder Blatt“, sagt Weißer über den Mittelfeldakteur mit mehrjähriger Erfahrung aus der höchsten Europaliga: „Er will Deutsch lernen und macht schon einen Fremdsprachenkurs – zudem will er für sein Studium hier ein Praktikum machen.“

Der HCL-Coach ist mit seinem weltoffenen neuen Schützling bis dato sehr zufrieden, Alvarez-Labraddor hat sich bereits gut in Ludwigsburg akklimatisiert. „Angel kam von Anfang an gut bei den Jungs an, er hatte es nicht schwer, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden“, sagt Tschierschwitz. Nicht weniger als die spielerische Führung als Antreiber erwartet der Trainer nun in der 2. Bundesliga Süd von ihm: „Vom Kopf her bringt er das Zeug dazu mit.“

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