
Reichert und Franz nicht zu toppen

Mönchengladbach. Als Mitfavorit war Marian Reichert zur U 20-DM angereist, dann aber lief der LAZ-Athlet zur Höchstform auf. Mit übersprungenen 5,15 Meter verwies er seinen Konkurrenten Jacob Köhler-Baumann (LG Fisltal) auf Platz 2. Reichert hatte im ersten Versuch die Anfangshöhe von 5,00 m überquert, auch die spätere Titelhöhe 5,15 m – seine Bestleistung – meisterte er im ersten Versuch, ehe er an 5,20 m zweimal scheiterte und auch die 5,25 m an diesem Tag zu hoch für ihn waren. Köhler-Baumann hatte die 5,15 m erst im zweiten Versuch geschafft.
Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Felix Franz in überzeugender Manier. Der 400-Meter-Hürdenläufer der LG Neckar-Enz gewann den nationalen Titel bei der U 20 souverän in 51,96 Sekunden. Die Enttäuschung nach dem geplatzten Medaillentraum bei der U 20-WM hatte es Franz nicht leichtgemacht, sich noch einmal für die deutschen Jugendmeisterschaften zu motivieren. Im Vorlauf musste er nicht an seine Leistungsgrenze gehen, um den Finaleinzug in 52,69 Sekunden als Sieger perfekt zu machen. Im Endlauf machte Franz dann schnell klar, dass er sich den Titel nicht nehmen lassen würde. Lediglich der Lörracher Max Scheible konnte bis zur zweiten Kurve Widerstand leisten. Auf der Zielgeraden setzte sich der Bietigheimer endgültig von der Konkurrenz ab und siegte mit raumgreifenden Schritten unangefochten in 51,96 Sekunden.
Kugelstoßer Jan Schaßberger (ebenfalls LG Neckar-Enz) konnte erwartungsgemäß nicht in den Endkampf vordringen. Mit 15,92 Meter belegte er Rang 14 bei der U 18. Am frühen Samstagmorgen wollte der Bietigheimer dann im Diskuswerfen noch eine Schippe drauflegen. Jedoch musste er nach drei ungültigen Versuchen leider vorzeitig die Segel streichen.
Im Quartett des VfB-Stuttgart wurde Michael Rempfer von der TSG Steinheim Vizemeister hinter der Staffel der LG Kindelsberg-Kreuztal. Das LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg lief in 43,98 Sekunden in der Besetzung Jens Kraft, Benjamin Kuhn, Dennis Späth und Andreas Kitsukis auf den sechsten Rang. Die Frauenstaffel der LGNE erkämpfte sich in 6:40,39 Minuten den achten Rang über 3× 800 Meter in der Besetzung Gina Daubenfeld, Nicole Ferenz und Daniela Ferenz.