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Karneval und Co.
Gesund durch die tollen Tage

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Jecken sollten es nicht allzu bunt treiben und möglichst einen Katzenjammer vermeiden.
Erkältungskrankheiten haben jetzt wieder Hochkonjunktur – Was gegen einen Alkoholkater hilft

Jetzt beginnen wieder die tollen Tage, die Menschen schunkeln, tanzen und trinken, sie genießen die Flucht aus dem Alltag. Das hat aber bisweilen Folgen für die Gesundheit. Ob der Kater am nächsten Tag oder ein grippaler Infekt, wer nach dem Feiern wieder fit sein will, sollte einiges beachten.

Wie so oft haben zur Karnevalssaison nicht nur bunte Verkleidungen und Stimmungslieder, sondern vor allem Erkältungskrankheiten Hochkonjunktur. Auch die Grippewelle kommt langsam in Fahrt. Der Vorsitzende der Ärzteschaft Ludwigsburg, Dr. Michael Friederich beobachtet im Moment aber lediglich eine massive Zunahme von grippalen Infekten, die mit der Influenza nichts gemeinsam haben. Doch auch die harmlose Erkältung kann Friederich zufolge einen schweren Verlauf nehmen, mit einer triefenden Nase sei es da oft nicht getan. Verantwortlich dafür: Die Rhinoviren, von denen es laut Friederich immerhin 180 verschiedene Untergruppierungen gibt.

Und derzeit grassiere da ein recht hartnäckiger Typ, die Erkrankung dauere oft länger. Auffällig sei vor allem ein sehr trockener und quälender Husten, der die Patienten oft um den Nachtschlaf bringe. Wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht nachlassen, sollte deshalb auf jeden Fall der Arzt konsultiert werden. Denn laut dem Mediziner kann sich ein solcher Husten schnell zu einer Bronchitis oder gar zu einer Lungenentzündung entwickeln. „Wenn die handelsüblichen Erkältungsmittel nicht mehr helfen, ist es höchste Zeit, zum Arzt zu gehen“, betont Friederich. Enger Körperkontakt erhöht dem Mediziner zufolge das Ansteckungsrisiko. Er empfiehlt auf jeden Fall, verschnupften Menschen aus dem Weg zu gehen. Wer das Ansteckungsrisiko minimieren wolle, sollte außerdem eine vitaminreiche Kost bevorzugen, sich viel Schlaf gönnen, die Wohnung immer gut lüften, sich gerade zur Straßenfastnacht warm anziehen und vor allem mit dem Alkoholtrinken vorsichtig sein.

Auf exzessiven Alkoholgenuss folgt nämlich der den Körper und somit auch das Immunsystem schwächende Kater, auch Katzenjammer genannt. Eine liebenswerte Bezeichnung für eine leichte Alkoholvergiftung. Ein Kater ist gekennzeichnet von Kopfschmerzen, einem flauen Gefühl im Magen und allgemeinem Unwohlsein. Häufig kommt wegen einer Magenschleimhautentzündung auch Erbrechen hinzu. Ursache der Kopfschmerzen am Tag danach ist die durch den Alkohol entstandene Dehydration des Körpers. Der Grund: Die meisten alkoholischen Getränke wirken harntreibend, so dass mehr Flüssigkeit ausgeschieden wird. Dadurch werden dem Körper auch Mineralstoffe entzogen. Mediziner sehen aber noch einen weiteren Verursacher des Brummschädels.

Beim Abbau des Alkohols entsteht nämlich Acetaldehyd. Dieser Stoff löst nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch Herzjagen, Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen aus. Er begünstigt außerdem nachweislich die Ausbildung einer das Organ zerstörenden Leberzirrhose und sorgt für die verstärkte Bildung von Sauerstoffradikalen, die eine zellschädigende Wirkung haben. Auch bei der Verbrennung von Tabak entsteht Acetaldehyd, weshalb der Kater nach Alkohol- und Nikotingenuss besonders heftig ausfällt. Die allgemeinen Tipps zur Vorbeugung von Katzenjammer:

• Reichlich Wasser trinken.

• Eine möglichst fettige Nahrungsgrundlage schaffen, da sie die Wirkung des Alkohols etwas dämmt.

• Hohe Mengen an giftigen Fuselalkoholen, wie sie in Alcopops sowie billigem Schnaps und Wein enthalten sind, vermeiden.

• Nicht rauchen, da Nikotin die giftige Wirkung des Alkohols erhöht.

• Den Mineralverlust vor dem Schlafengehen ausgleichen, beispielsweise durch eine Suppe oder eine Magnesiumtablette.

Wer nach einem Kater möglichst schnell wieder auf die Beine kommen will, sollte Tee, Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte trinken, den Mineral- und Vitaminhaushalt im Körper wieder ausgleichen, einen Spaziergang an der frischen Luft machen und Honig essen oder Tomatensaft trinken. Beide Lebensmittel enthalten nämlich hohe Mengen Fruktose und die fördert den Alkoholabbau im Körper.