Das hat man irgendwo schon gesehen. Etwa in den 70ern? Flower-Power, Love, Peace, Happiness? Damals haben diese Kleider eine eher politische Botschaft gehabt: sie standen für die Freiheit von Konventionen, für Pazifismus, Freizügigkeit.
Die Blumen des aktuellen Frühjahrs und Sommers sind ziemlich unpolitisch, unter der Oberfläche der Farben und Mustern vermitteln sie ganz subtil andere Tendenzen. Allein an der grünen Leitfarbe der Saison lässt sich das Öko-Bewusstwein erkennen. Einige Modehäuser haben Regenwald-Motive und tropische Palmen auf ihre Frühjahrskollektionen gedruckt und die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe wird auch gezielt beworben.
{CONTENT} Außer dem „sattgrünen Bereich“ gibt es noch die Farbenwelt von „Candyland“: jede Menge von Blümchen der Niedlichkeit in Lollipop-Farben. Mädchen-Träume werden wieder wahr (oder Alpträume, je nachdem, was uns Mutti im Kindergarten aufgezwungen hat). Der prachtvollen Blumenverzierung wird Romantik nachgesagt, das ist ein Traum, den nur Frauen träumen. Ich habe nachgefragt: die Männer sind in der Regel weder vom Blumenmuster noch vom grasgrünen Outfit richtig begeistert. Was tun? Das Blumenmeer kann man wunderbar mit Jeans (Jacke, Weste, Hose), einfarbigem Bleistiftrock, Bikerjacken, riesigen eintönigen Ledertaschen kombinieren. Noch das passende feminine Schuhwerk dazu und die Weiblichkeit ist gerettet.
Wir können gut gewappnet und voll im Trend der Wonnejahreszeit Frühling entgegentreten.
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