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Stricken wie zu Omas Zeiten
Omas Pulli

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Die melierte Strickwolle, die ich im letzten Jahr meiner Oma kaufte, war im Angebot. Ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam, dass sie mir eines Tages anbot, einen Pullover zu stricken.

Letztes Mal kam es in meiner Kindheit vor, dass mir jemand was Selbstgestricktes schenkte. Dementsprechend sah ich der Fertigstellung mit kindlicher Freude entgegen. Der Pulli war pünktlich zum Herbstbeginn fertig und dass gerade der Melange-Look in dieser Wintersaison zum Trend wurde, war noch eine glückliche Zugabe.

Was mögen wir an Strickwaren? Sie sind warm, kuschelig und vor allem elastisch, es besteht also keine Frustgefahr. Die bei den Frauen üblichen 2 bis 3 Kilos plus oder minus machen den Pullis nichts aus. Diese praktische, elastische Eigenschaft war übrigens die Antriebskraft der Strickmode, die ihren Anlauf in den 70er Jahren nahm. Sonia Rykiel, die spätere „Königin des Strick“, damals Ehefrau eines Boutique-Besitzers, war schwanger und fand keine modischen Kleider, in denen sie und ihr ständig wachsender Babybauch sich wohlfühlen konnten. Als Quereinsteigerin entwarf sie eine Strickkollektion, die in kurzer zum Zeit Mode- und Verkaufshit wurde. Ihre Markenzeichen bis heute sind die mal bunten, mal eintönigen Ringelstreifen, Strass- und Spitzeneinsätze und Pullis in Übergrößen, die auch als Kleider funktionieren. Die Strickmode der aktuellen Wintersaison trägt zufälligerweise einige Elemente davon.

 

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Designerkleider sind nun mal nicht für jedermanns Geldbeutel geschaffen. Sie haben unter anderem neben der hohen Qualität auch die Anziehungskraft der Einzigartigkeit. Omas Pulli ist auch einzigartig. Genauso wie alles, was von uns selbst oder von handarbeitlich begabten Verwandten und Freunden gemacht wird. Manche tragen die unverkennbar charmanten Zeichen des „Selbstgemachten“; aber mit modischen Accessoires versehen können sie zum Sternchen in unserem privaten Modehimmel werden.  Und in Omas Pulli ist noch etwas drin, was ich in keinem Designerstück der Welt finden würde: ihre Liebe.                                                                                          KaLü

Mehr Mode finden Sie auf unserer Seite „Katis Trends“.