10. September 2012

«Autovervollständigung» bringt Google immer wieder Stress

Berlin (dpa) - Google hat die Autovervollständigungs-Funktion im Jahr 2008 in seiner Internet-Suchmaschine eingeführt. Die Idee: Während man dabei ist, einen Suchbegriff einzutippen, tauchen bereits automatisch Vorschläge auf, die auf den häufigsten Anfragen anderer Nutzer beruhen.

Google argumentierte zum Start, das spare Zeit, verhindere Tippfehler und helfe manchmal auch, die Suchanfrage präziser zu formulieren. Doch die Funktion, an sich die viele Google-Nutzer gewöhnt haben, bringt dem Internet-Konzern immer wieder auch Ärger: Es gibt Menschen, die sich nicht damit abfinden wollen, dass bei Eingabe ihres Namens wenig schmeichelhafte Begriffe wie «Insolvenz», «Betrug» oder «Festnahme» auftauchen. Es kommt immer wieder zu Gerichtsverfahren.

Google betont, man nehme keinen Einfluss auf die Begriffe, die zur Autovervollständigung vorgeschlagen werden. Sie würden algorithmisch auf Basis der häufigen Suchanfragen generiert. In Deutschland gewann Google alle fünf bisherigen Verfahren, wie das Unternehmen betont.

In Italien gab es gegensätzliche Entscheidungen. Ein Gericht in Mailand gab einem Nutzer Recht, der sich wegen der Autovervollständigung als Schwindler verunglimpft sah. Ein anderes nahm die Position von Google an. An Frankreich einigte sich Google zu nicht näher genannten Konditionen mit mehreren Organisationen, die dagegen vorgingen, dass bei der Suche nach bekannten Namen unter den Vervollständigungs-Vorschlägen das Wort «juif» (Jude) auftaucht.

Google-Blogpost zum Start 2008

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