21. August 2012

Axel Springer übernimmt Städteportal meinestadt.de

Berlin (dpa) - Das Medienhaus Axel Springer («Bild», «Die Welt») übernimmt gemeinsam mit dem US-Investor General Atlantic das Städteportal meinestadt.de.

Damit baue der Konzern sein Portfolio überregionaler Marktplätze für Rubrikenanzeigen aus, teilte Axel Springer am Dienstag in Berlin mit. Axel Springer und General Atlantic übernehmen dabei 100 Prozent der Aktien an der allesklar.com AG, Muttergesellschaft von meinestadt.de. Verkäufer sind die Gründerfamilie Stegger (56,1 Prozent) sowie Holtzbrinck Digital Strategy (43,9 Prozent). Die Übernahme muss noch vom Kartellamt genehmigt werden.

Das Portal mit rund 300 Mitarbeitern zählt jeden Monat mehr als 8 Millionen Einzelnutzer. Anfang März 2012 hatten Axel Springer (70 Prozent) und der Investor General Atlantic (30 Prozent) die Axel Springer Digital Classifieds GmbH gegründet. Sie betreiben unter anderem die Online-Jobbörse StepStone sowie die französischen und deutschen Immobilienportale SeLoger und Immonet.

Der Medienkonzern will sich bei der Expansion nicht auf Europa beschränken. «Wir wollen auch außerhalb Europas wachsen. Es gibt noch viele attraktive Märkte», sagte Ralph Büchi, Vorstand Internationales, dem «Handelsblatt» (Mittwoch). Man sondiere «in Indien und Südostasien immer wieder Möglichkeiten für Zukäufe», sagte Büchi weiter.

In Indien ist Springer demnach bereits eine Partnerschaft eingegangen - mit der India Today Group für die «Auto-Bild». Zudem sei der Konzern am Auto-Internetportal «Carwale» in Mumbai beteiligt. «Wenn es die Möglichkeit gibt, durch einen Zukauf die Marktführerschaft in einem strategischen Zielsegment zu einem vertretbaren Preis zu übernehmen, greifen wir zu», kündigte Büchi an.

Mitteilung Axel Springer

Website Vorstand Büchi

Videos, die Sie auch interessieren könnten
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Bericht: Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit
New York (dpa) - Bei Yahoo-Chefin Marissa Mayer scheint das Geld derzeit ziemlich locker zu sitzen: Nur wenige Tage nach einem Milliarden-Zukauf hat der Internet-Pionier nach Medienberichten ein ... mehr
E-Postbrief oder De-Mail?Streit ums E-Government: Post schreibt an Ministerpräsidenten
Bonn (dpa) - Die Deutsche Post hat die Regierungschefs aller 16 Bundesländer aufgerufen, dem geplanten Gesetz über die Verwaltung im digitalen Zeitalter nicht zuzustimmen. ... mehr
Analyse: Facebook-Nachahmer VKontakte unter Druck
Moskau (dpa) - Ohne Gerichtsbeschluss können russische Behörden «extremistische» und «pornografische» Internetseiten sperren. Nun traf es - wenn auch nur für kurze Zeit - das beliebteste Soziale ... mehr