Spanien will Hilfsmilliarden «umgehend» beantragen
Luxemburg (dpa) - Euro-Sorgenkind Spanien will den Antrag auf Hilfsmilliarden für seine kriselnden Banken nach Worten von Wirtschaftsminister Luis de Guindos «umgehend» stellen.

Insgesamt sammelte Madrid 2,22 Milliarden Euro und damit etwas mehr ein als die anvisierten zwei Milliarden Euro. Foto: Patrick Pleul
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Beim Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg deutete de Guindos an, dass der Antrag unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Madrid offiziell eingereicht werde. «Wie ich gestern sagte, er wird umgehend kommen», betonte der Minister am Freitag vor Beginn des Ministertreffens.
Am Donnerstag hatte de Guindos noch gesagt, Madrid werde den offiziellen Antrag erst in den nächsten Tagen stellen. Danach wurden zwei wichtige Gutachten bekannt, wonach die spanische Bankenbranche bis zu 62 Milliarden Euro benötigt. Die Eurogruppe hatte Spanien bereits Notkredite von bis 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Euroländer betonten daraufhin, dass sie den Antrag bis zum nächsten Montag erwarteten. Die Eurogruppe könnte dann bei ihrer nächsten Sitzung am 9. Juli über die Notkredite entscheiden.
Übersicht span. Zentralbank zu Gutachten
Präsentation span. Zentralbank
Oliver-Wyman-Bericht, engl.
Roland-Berger-Bericht, engl.
IWF zu Spanien