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Pandemie
Schon wieder positiv: Biden zurück in Corona-Isolation

Joe Biden
US-Präsident Joe Biden ist wenige Tage nach seiner Corona-Infektion erneut positiv auf das Virus getestet worden. Foto: Susan Walsh
Es hat ihn noch einmal erwischt: US-Präsident Biden ist erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden und muss sich absondern. Sein Arzt hat eine Erklärung parat - das Weiße Haus muss Termine absagen.

Washington. Schon wieder befindet sich US-Präsident Joe Biden in häuslicher Isolation, schon wieder kann er seine Termine nur per Video- und Telefonschalte wahrnehmen. Nur wenige Tage nach dem Ende seiner Corona-Isolation wurde der 79-Jährige sowohl am Samstag als auch am Sonntag erneut positiv auf das Coronavirus getestet. Es handle sich um einen «Rückfall», der bei Patienten, die mit dem Covid-Medikament Paxlovid behandelt wurden, bereits in seltenen Fällen beobachtet worden sei, schrieb Präsidentenarzt Kevin O'Connor in einem am Samstag vom Weißen Haus veröffentlichten Brief.

Der US-Präsident gab sich gelassen. Auf Twitter schrieb er am Samstag: «Leute, heute wurde ich wieder positiv auf Covid getestet. Das passiert bei einer kleinen Minderheit von Leuten. Ich habe keine Symptome, aber ich werde mich zur Sicherheit aller um mich herum isolieren.» Biden postete auch ein Video, das ihn mit seinem Hund Commander auf einem Balkon des Weißen Hauses zeigt. Er werde in den kommenden Tagen von zuhause arbeiten, er fühle sich gut; er und Commander hätten ein bisschen Arbeit zu erledigen, scherzte Biden.

Auch nach Angaben seines Arztes hat der US-Präsident derzeit keine Symptome. Biden fühle sich weiterhin «ziemlich gut», heißt es in dem Schreiben. Man beobachte die Entwicklung genau, sehe aber derzeit von einer erneuten Gabe des Medikaments Paxlovid ab. Wegen des positiven Tests befolge Biden nun wieder strikte Isolationsmaßnahmen.

Paxlovid wird für Patienten empfohlen, die nicht schwer krank sind, aber ein hohes Risiko für eine Krankenhauseinweisung haben - etwa wegen ihres Alters. Die Tablette des US-Pharmakonzerns Pfizer enthält zwei Wirkstoffe, die die Virusvermehrung im Körper hemmen soll. Dass eine Covid-Erkrankung kurz nach der Therapie mit dem Medikament zurückkehren kann, ist bekannt, kommt aber selten vor. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt in solchen Fällen eine Rückkehr in die häusliche Isolation für fünf Tage.

Erste Isolation erst vor Kurzem beendet

beendet. Am Donnerstag zuvor war seine Infektion mit dem Coronavirus bekannt geworden - nachdem er mehr als zwei Jahre lang gesundheitlich unbeschadet durch die Pandemie gekommen war. Nach Angaben des Weißen Hauses verbrachte Biden daraufhin fünf Tage in Isolation und wurde in dieser Zeit mit Paxlovid behandelt. Seine Termine nahm er per Video- und Telefonschalten wahr. Am vergangenen Dienstagabend fiel ein Corona-Test dann erstmals negativ aus.

Präsidentenarzt O'Connor hatte Bidens Verlauf als mild beschrieben, wegen der Möglichkeit eines Rückfalls nach eigenen Angaben aber die Testfrequenz erhöht. Zunächst schien die Infektion überstanden. Bei einer Ansprache im Garten des Weißen Hauses sagte Biden am Mittwoch: «Meine Symptome waren mild. Ich habe mich schnell erholt und mir geht es prima.» Bei seiner Rückkehr ins Oval Office hieß es, Biden werde weiterhin «besonders gewissenhaft» sein, um die Mitarbeiter in seiner Nähe zu schützen.

Nach Angaben des Weißen Hauses ist der US-Demokrat vollständig gegen das Virus geimpft und hat zwei Auffrischungsimpfungen erhalten. In den vergangenen Monaten hatte es in seiner Regierung und in seinem Umfeld jedoch zahlreiche Fälle von Corona-Infektionen gegeben - ebenfalls bei Geimpften. Biden gehört wegen seines hohen Alters zur Risikogruppe - im November wird der US-Präsident 80 Jahre alt. Vor allem mit Blick auf die Präsidentenwahl 2024 ist Bidens Gesundheitszustand immer wieder Gegenstand von Diskussionen.

© dpa-infocom, dpa:220730-99-216900/11