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Schlechtere Regionalklassen für Südwest-Autofahrer

Versicherungen prüfen regelmäßig die Regionalklassen ihrer Kfz-Policen. In Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Verschlechterungen, aber auch Verbesserungen.

Autos stehen
Autos stehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Stuttgart.

Berlin/Stuttgart (dpa/lsw) - Rund 700.000 Autofahrer im Südwesten sind von schlechteren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung betroffen. Zu den Zulassungsbezirken gehören unter anderen Stuttgart, Tübingen oder Calw, wie Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mitteilte. In fünf weiteren Bezirken des Landes, darunter in Heidelberg, Freiburg oder im Schwarzwald-Baar-Kreis verbesserten sich hingegen die Regionalklassen. Betroffen sind davon nach Auskunft einer Verbandssprecherin rund 400.000 Autofahrer. Veränderungen gebe es also für insgesamt rund 1,1 Millionen Südwest-Autofahrer.

Der GDV errechnet jedes Jahr die Schadenbilanzen der 413 deutschen Zulassungsbezirke und teilt diese in die sogenannten Regionalklassen ein. Die Einstufung richtet sich nach dem Schadenverlauf in der Vergangenheit. Wo die Versicherer besonders viel zahlen mussten, können in der Folge die Beiträge steigen. Je besser ein Bezirk eingestuft wird, desto günstiger wirkt sich das in der Regel auf den Versicherungsbeitrag aus. Die Kosten hängen aber noch von vielen weiteren Faktoren ab, so dass die veränderte Einstufung allein noch keine Aussage darüber erlaubt, wie sich der gesamte Beitrag für die Kfz-Versicherung entwickelt. Die Regionalstatistik des GDV sei für die Versicherungsunternehmen unverbindlich, teilte der Verband mit.

In den Kaskoversicherungen gebe es fast durchweg gute Nachrichten für baden-württembergische Autofahrer, berichtete der Verband. Von den rund fünf Millionen Kaskoversicherten wechseln demnach fast 400.000 in bessere Regionalklassen, für rund 40.000 gelten höhere Einstufungen.

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