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36-Jähriger schießt auf Landsmann: Anklage erhoben

Schwetzingen (dpa/lsw) - Ein 36-Jähriger soll in einem Café in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) einen Mann angeschossen haben. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat am Mittwoch Anklage wegen Verdachts des versuchten Totschlags erhoben. Der Beschuldigte war mit seinem 38 Jahre alten Opfer Ende Dezember aneinandergeraten. Die Landsmänner stritten sich über ihre unterschiedliche italienische Herkunft und wurden dabei handgreiflich, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Eine Bronzestatue der Justitia
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archivbild
Schwetzingen.

Nachdem das spätere Opfer dem 36-Jährigen einen Kopfstoß verpasste, soll dieser seinen Revolver gezogen haben. Ein Schuss traf den Mann in den Bauch. In einem weiteren Gerangel schoss der 36-Jährige erneut und verletzte seinen Landsmann an der Hand. Der Verletzte wurde operiert, für ihn bestand aber keine Lebensgefahr.

Einen Waffenschein besaß der Beschuldigte laut Staatsanwaltschaft nicht. Er soll an dem Abend betrunken gewesen sein und den Tod des anderen billigend in Kauf genommen haben. Derzeit sitzt er in Untersuchungshaft. Die Tat hat er im Wesentlichen eingeräumt, er will laut Staatsanwaltschaft aber in Notwehr gehandelt haben. Einen Termin für den Prozess vor dem Landgericht Mannheim gibt es noch nicht.