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Angeklagter in Prozess um versuchten Mord schweigt

Justitia
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
Ulm (dpa) - Ein wegen versuchten Mordes angeklagter 47-Jähriger hat zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Ulm geschwiegen. Der Angeklagte habe sich zu den Vorwürfen nicht geäußert, teilte ein Sprecher des Gerichts am Freitag mit.
Ulm.

Der Deutsche soll laut Anklage im Juli 2021 eine Frau bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und dann ausgeraubt haben. Das 30 Jahre alte mutmaßliche Opfer hatte dem Mann demnach in einer Pension in Eislingen an der Fils (Kreis Göppingen) sexuelle Dienstleistungen angeboten. Da der damals 46-Jährige kein Bargeld bei sich gehabt habe, habe die Frau ihn weggeschickt, um Geld zu holen. Als der Mann später zurückkam, soll er unmittelbar auf die Frau zugegangen sein und sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben.

Die Staatsanwaltschaft wird dem Angeklagten vor, der Frau während sie bewusstlos war mehrfach ins Gesicht und gegen den Oberkörper geschlagen zu haben. Zudem soll der Angeklagte die Frau gefesselt und Bargeld sowie zwei Smartphones gestohlen haben. Dabei soll er den Tod der 30-Jährigen billigend in Kauf genommen haben. Die Frau erwachte den Angaben zufolge nach einiger Zeit aus der Bewusstlosigkeit und konnte sich selbst befreien. Die Anklage lautet auf versuchten Mord sowie versuchten Raub mit Todesfolge und gefährliche Körperverletzung. Ein Urteil wird Ende März erwartet.

© dpa-infocom, dpa:220127-99-876925/3