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Mini-Satellit
Bosch, Trumpf und DLR entwickeln Quantensensor

Bosch, Trumpf und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen einen Quantensensor entwickeln, der Mini-Satelliten künftig genau ausrichten kann und damit eine sehr schnelle Datenübertragung ermöglicht. Dies teilten die Unternehmen und das beteiligte Ferdinand-Braun-Instiut am Freitag in Stuttgart mit.

Stuttgart. Die ersten Satelliten könnten in fünf Jahren ins Weltall geschossen werden. Die speziellen Sensoren könnten nicht nur bei den Raumflugkörpern, sondern auch beim automatisierten Fahren oder der Navigation in Fabriken und Logistikhallen zum Einsatz kommen. Das Vorhaben wird mit rund 28 Millionen Euro gefördert. Zwei Drittel der Mittel davon stammen vom Bund.

Die Quantentechnologie gilt als Zukunftstechnologie. Der Geschäftsführer der Trumpftochter Q.ant, Michael Förtsch, sagte, der Einsatz der Technologie in der Luft- und Raumfahrt sei für Deutschland eine riesige Chance. Um eine zuverlässige Übertragung der Signale der Satelliten zu gewährleisten, müssten diese präzise ausgerichtet sein. Ändere sich die Position, schwäche dies die Kommunikationssignale ab.

Mit Hilfe der Quantentechnologie solle eine langfristige Messstabilität gewährleistet werden. Der Technologiekonzern Bosch entwickelt für den Sensor die weltraumtaugliche Messzelle. Sie sei das Herzstück, sagte Bosch-Forschungschef Thomas Kropf. Das DLR ist laut Mitteilung für alle weltraumrelevanten Aspekte verantwortlich.

Trumpf-Tochter Q.ant

© dpa-infocom, dpa:220826-99-520848/2