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Eine Klasse besser: RB dominiert Stuttgart in allen Belangen

Mit so einer Leistung kann RB Leipzig für jeden Bundesliga-Gegner gefährlich werden. Gegen den als Tabellenführer angereisten VfB Stuttgart gibt es kaum Schwachpunkte. Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient. Der VfB verliert auch einen wichtigen Spieler.

RB Leipzig - VfB Stuttgart
Die Leipziger jubeln über ein Tor. Foto: Hendrik Schmidt/dpa Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Leipzig.

Leipzig (dpa) - RB Leipzig hat sich eindrucksvoll in der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Beim 4:0 über den VfB Stuttgart begeisterte RB mit einem Offensivfeuerwerk. Doch nicht nur Matchwinner Dominik Szoboszlai begeisterte - RB war in fast allen Mannschaftsteilen eine Klasse besser.

TORHÜTER: Peter Gulacsi bei RB und Florian Müller beim VfB lieferten gute Leistungen ab. Müller stand mehr im Blickpunkt, vereitelte besonders in der ersten Hälfte zahlreiche gute bis sehr gute RB-Chancen. Gulacsi, der nach dem Spiel direkt nach Ungarn flog, wo seine Frau ein Baby erwartet, hatte nicht viel zu tun, zeigte aber wie fast immer große Reflexe und blieb wieder einmal ohne Gegentor.

ABWEHR: Leipzigs neue Abwehr lief - zumindest was die eigene Offensive betraf - zur Hochform auf. Debütant Josko Gvardiol, Willi Orban und Mohamed Simakan hatten alle Torchancen, Lukas Klostermann fiel als Flankengeber auf. Der deutsche Nationalspieler war defensiv in der ersten Hälfte eine Schwachstelle, berechnete einige lange Bälle falsch, was dann für Gefahr sorgte. Stuttgarts Defensive war mit sich beschäftigt, war im Offensivwirbel der Leipziger oft überfordert und kassierte nach der Pause bei den ersten vier Schussversuchen drei Gegentreffer.

MITTELFELD: Auch ohne den noch leicht angeschlagenen Marcel Sabitzer dominierte RB die spielentscheidend Zone. Hinten räumte vornehmlich Amadou Haidara auf, vorn wuselten Christopher Nkunku, Emil Forsberg und Edeltechniker Dominik Szoboszlai. Beim VfB, dessen Spiel von den Ideen von Wataru Endo lebt, lief dagegen wenig zusammen. Borna Sosa und Philipp Klement fielen vor der Pause auf, hatten nach dem Wechsel aber auch keine Ideen mehr. Endo blieb im gesamten Spiel blass.

ANGRIFF: RB-Königstransfer André Silva war sehr präsent, sorgte immer wieder für Gefahr, blieb aber erneut zunächst glücklos. Seine Hackenablage vor dem 2:0 durch Emil Forsberg war klasse. Der Schwede revanchierte sich, in dem er dem Portugiesen den Ball zum Handelfmeter gab. Damit gab es den Premierentreffer von Silva im RB-Trikot. VfB-Angreifer Hami Al Ghaddioui verstolperte im ersten Abschnitt zwei gute Möglichkeiten. Daniel Didavi, der zur zweiten Halbzeit kam, konnte sich nicht durchsetzen, und auch Sasa Kalajdzic, der erst nach dem 0:4 kam, fehlte nach überstandener Corona-Infketion die Anpassung. Seine Schulterverletzung in letzter Minute dürfte für den VfB aber viel schwerwiegender sein.

© dpa-infocom, dpa:210820-99-913996/4

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