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Gottesdienste im Internet: Appell an die Solidarität

Leere Kirche
Monitore stehen in einer leeren Kirche während eines Gottesdiensts. Foto: Sebastian Gollnow/dpa Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Auch für Gläubige sind es schwere Zeiten. Sie dürfen wegen des Coronavirus keine Gottesdienste mehr besuchen. So manche Gemeinde setzt notgedrungen auf eine Übertragung im Internet.
Freiburg im Breisgau.

Freiburg (dpa/lsw) - Wegen der Corona-Krise sind Gottesdienste am Sonntag in Baden-Württemberg im Internet übertragen worden. So feierte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger die Messe im Freiburger Münster vor leeren Bänken. Burger appellierte an die Solidarität und die gemeinsame Verantwortung aller Gläubigen.

Ebenfalls im Internet übertragen wurde die Messe des Bistums Rottenburg-Stuttgart mit Bischof Gebhard Fürst im Dom St. Martin in Rottenburg. Auch Kirchengemeinden wie die in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) streamten ihre Messen im Netz, weil die Kirchenhäuser wegen des Coronavirus nicht von den Gläubigen besucht werden durften.

Erzbischof Burger sagte laut Mitteilung, die aktuelle Krise sei mit ihren Einschränkungen für alle Menschen eine große Herausforderung, auch für die Kirchen und Gemeinden. Es gehöre eigentlich zum Menschsein und zum christlichen Selbstverständnis dazu, insbesondere in schweren Situationen zusammenzurücken. Die staatlichen Forderungen nach sozialer Distanz seien damit für alle schwer erträglich.

Burger appellierte: «Wir alle können nun zeigen, dass wir zusammenhalten, dass wir füreinander da sind trotz gebotener Distanz.» Man könne nun zeigen, dass es nicht allein die Gaststätten und die Feiern seien, die die Menschen miteinander verbänden, sondern dass es eine tiefere Solidarität gebe. So helfe man sich gegenseitig beim Einkaufen oder telefoniere wieder öfter miteinander.

Erzdiözese Freiburg