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Machtkampf: Ex-Präsident Dietrich kritisiert Hitzlsperger

Stuttgart (dpa/lsw) - Der frühere Amtsinhaber Wolfgang Dietrich hat den Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger für sein Streben nach dem Präsidentenamt beim VfB Stuttgart kritisiert. «Dass er beide Ämter vereinen möchte, verstehe ich nicht. Und das ist nach meiner Überzeugung auch nicht machbar. Für mich ist das ein No-Go», sagte Dietrich (72), der im Sommer 2019 als VfB-Präsident zurückgetreten war, der «Bild»-Zeitung (Dienstag). «Der Plan widerspricht den an die Mitglieder im Zuge der Ausgliederung gegebenen Versprechungen.»

Wolfgang Dietrich
Wolfgang Dietrich, ehemaliger Präsident vom VfB Stuttgart, spricht. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild
Stuttgart.

Um den amtierenden Präsidenten Claus Vogt loszuwerden, hatte sich Hitzlsperger ebenfalls um das Präsidentenamt beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten beworben. Mit einem Sieg auf der Mitgliederversammlung im März will der 38-Jährige Vogt aus dem Club drängen. Zuvor hatte Hitzlsperger den Unternehmer mit einem offenen Brief scharf angegriffen. Einen Tag später wehrte sich Vogt mit einem ebenfalls vierseitigen Schreiben.

«Hitz ist offensichtlich schlicht und einfach der Kragen geplatzt. Aber ich weiß nicht, ob es einem Vorstandsvorsitzenden zusteht, dass er die Arbeit des Präsidenten und des Aufsichtsratsvorsitzenden bewertet», sagte Dietrich.

Der frühere Stuttgarter Trainer und Profi Markus Babbel äußerte sich unterdessen überrascht von der Unruhe in der VfB-Führung. «Es ist doch sehr verwunderlich, dass es so offen ans Tageslicht kommt und eine Position sehr diffamiert wurde, da es große Anschuldigungen an den Präsidenten sind», sagte der 48-Jährige dem Heilbronner Online-Portal «echo24.de»: «Da war ich überrascht, weil man wegen des Sportlichen ja dachte, dass beim VfB aktuell Friede, Freude, Sonnenschein herrscht.»

Kader des VfB Stuttgart

Mitteilung des VfB-Vereinsbeirats