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Mannheim
Mann nach Todesfahrt von Mannheim in psychiatrischer Klinik

Blaulicht
Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle. Foto: Friso Gentsch
Ein Mann soll seinen Vater getötet und auf der Flucht vier Radler angefahren haben. Eine Radfahrerin starb dabei. Nun entschied ein Richter über die weitere Unterbringung des Verdächtigen.

Mannheim. Er soll seinen Vater umgebracht und auf seiner Flucht eine Radlerin in Mannheim totgefahren haben: Nun ist der Verdächtige in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Ein Richter habe am Dienstag einen Unterbringungsbefehl gegen den 36-Jährigen erlassen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Mannheim mit. Zuvor war der Mann am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Der Mann soll am Sonntagabend im rheinland-pfälzischen Ellerstadt seinen 69 Jahre alten Vater umgebracht haben. Die Obduktion des Leichnams ergab den Angaben zufolge, dass der Mann durch Stiche in den Oberkörper innerlich verblutete. Im Auto seiner Mutter soll der Tatverdächtige dann Richtung Mannheim geflüchtet sein, wo er offenbar absichtlich vier Radler rammte. Eine 71-Jährige starb. Zwei Männer sind mit schweren Verletzungen weiterhin im Krankenhaus und nicht vernehmungsfähig, ein dritter war bereits am Montag aus der Klinik entlassen worden.

Der bisherigen Erkenntnissen zufolge psychisch kranke Verdächtige war auf seiner Flucht schließlich in Mannheim in den Rhein gesprungen. Die Wasserschutzpolizei rettete ihn aus dem Fluss. Bei seiner Festnahme kollabierte er, im Krankenhaus war er zunächst nicht ansprechbar.

Wie die Polizei zudem bekanntgab, ermittelte die Staatsanwaltschaft Frankenthal in Rheinland-Pfalz bereits im Jahr 2020 gegen den Tatverdächtigen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Das Verfahren wurde damals wegen Schuldunfähigkeit eingestellt.

Die Ermittlungen zu den beiden aktuellen Fällen werden von der Staatsanwaltschaft Mannheim geführt. Die Beamten ermitteln wegen des Verdachts des Totschlags, des Mordes sowie des dreifachen versuchten Mordes.

Mitteilung vom 12. Juni 2022

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