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Mentrup verteidigt Mehrkosten bei Theater-Sanierung

Karlsruhe (dpa/lsw) - Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) verteidigt die Mehrkosten bei der Sanierung des Badischen Staatstheaters. Er sei alarmiert, dass wichtige Institutionen der Stadt in Frage gestellt würden, sagte er am Mittwoch vor Journalisten. Es gehe bei dem rund 500 Millionen Euro teuren Umbau nicht nur um eine Sanierung. Mit dem Projekt würden 700 Arbeitsplätze und die Zukunft des Theaters gesichert. So bekomme das Schauspiel einen eigenen Trakt, und das Theater öffne sich nach außen: «Das Staatstheater wird ein großer Mittelpunkt in der Stadt.»

Badisches Staatstheater Karlsruhe
Das Badische Staatstheater. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
Karlsruhe.

Mentrup zufolge soll die ab 2020 geplante zwölfjährige Sanierung und Erweiterung des Theaters - wie schon im Herbst berichtet - statt 325 Millionen nun voraussichtlich rund 500 Millionen Euro kosten. Er begründete dies unter anderem mit den durch den Planer-Wechsel entstandenen Mehrkosten, höheren Baunebenkosten und dem zeitlichen Verzug. Hinzu kämen Kosten für die Interimsunterbringung und für das Mobiliar. Stadt und Land finanzieren das Projekt je zur Hälfte.

Im Gemeinderat gibt es nicht wenige, die das Projekt angesichts der angespannten Finanzlage für zu teuer halten. Dabei macht auch eine angebliche Kostenexplosion von mehr als 700 Millionen Euro die Runde. Mentrup zufolge entbehren diese Zahlen jeder Grundlage. Die Stadtverwaltung will den Gemeinderat nun im Juni über die Sanierung abstimmen lassen. Jede Verschiebung koste weitere Millionen, warnte Mentrup.

Das Gebäude des Staatstheaters ist dringend sanierungsbedürftig und hat unter anderem Defizite beim Brandschutz. Es war 1975 fertiggestellt worden.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-478872/2