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Ukraine-Krieg
Ostermärsche: Sorge wegen möglicher Unterwanderung

Mehrere Tausend Demonstrantinnen und Demonstranten werden bei den Ostermärschen in Baden-Württemberg erwartet. Zu den Kundgebungen könnten auch unerwünschte Teilnehmer kommen.

Stuttgart. Vor den Ostermärschen am Wochenende sorgt sich das Friedensnetz Baden-Württemberg darum, dass die Kundgebungen von pro-russischen Demonstranten unterwandert werden könnten. «Ich kann nicht ausschließen, dass es da zu Störungen kommt», sagte Dieter Lachenmayer vom Friedensnetz Baden-Württemberg.

Für bedrohlich halte er es aber nicht, dass pro-russische Demonstranten die Kundgebungen für ihren eigenen Zweck nutzen könnten. Das habe es früher zu Zeiten des Jugoslawienkrieges auch schon gegeben, sagte Lachenmayer. Man werde diese Menschen bestimmt, aber freundlich bitten, zu gehen. «Wenn das nichts bringt, muss die Polizei ihre Aufgabe wahrnehmen.»

Im Fokus der Ostermärsche steht nach Angaben des Friedensnetzes der Krieg in der Ukraine. Die Organisatoren fordern unter anderem ein Ende des Krieges und ein Abrüsten statt Aufrüsten. Außerdem müssten Atomwaffen abgeschafft und das Klima müsse gerettet werden.

Der größte Ostermarsch im Südwesten wird am Samstag in Stuttgart (10.45 Uhr) erwartet. Für die Kundgebung seien 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, sagte Lachenmayer. Weitere Ostermärsche soll es am Samstag unter anderem in Heidelberg, Ulm und Mannheim (jeweils 12.00 Uhr) geben.

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