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Razzien im Raum Heilbronn wegen Kinderpornografie

Polizei
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild Foto: Roland Weihrauch
Sie sollen Nachrichten mit Abbildungen von schwerem sexuellen Missbrauch an Kindern verbreitet haben. Eine eigens dafür eingerichtete Ermittlergruppe führte nun Razzien durch, auf der Suche nach belastendem Material.
Heilbronn.

Ermittler haben 14 Wohnungen im Raum Heilbronn mit dem Verdacht auf Kinderpornografie durchsucht. Das Material aus den Wohnungen werde noch ausgewertet, die Beschuldigten seien noch auf freiem Fuß, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Über den Nachrichtendienst WhatsApp sollen die Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 50 Jahren Inhalte von schwerem sexuellen Missbrauch an Kindern kommentiert und weitergeleitet haben.

Die Polizei habe bei den Durchsuchungen am Dienstag mehrere Datenträger sichergestellt, teilte ein Pressesprecher mit. Um welche Art von Datenträger es sich handele, wollte die Polizei im Hinblick auf die noch laufenden Ermittlungen nicht sagen. Zunächst wurde noch keiner der Verdächtigen festgenommen. Wie die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe «Hydra» den Beschuldigten auf die Spur gekommen ist und ob es sich um Kinder im näheren Umfeld handelt, wollten die Ermittler ebenfalls nicht preisgeben. Die Durchsuchungen fanden in Wohnungen in Ellhofen, Obersulm, Lehrensteinsfeld, Neuenstadt und Heilbronn statt.

Die Polizei weist darauf hin, dass das bewusste Erlangen und der Besitz solcher Dateien strafbar seien. Die Verbreitung von Inhalten mit schwerem sexuellem Missbrauch an Kindern wird laut Strafgesetzbuch §184 mit einer Haftstrafe von einem bis zu zehn Jahren bestraft.

© dpa-infocom, dpa:220210-99-58665/4

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