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SPD will Kampagne für höhere Impfquote

Stuttgart (dpa/lsw) - Um die Impfquote zu erhöhen, pocht die SPD-Landtagsfraktion auf eine großangelegte Informations- und Werbekampagne fürs Impfen. Auf ihrer Klausurtagung diese Woche erarbeitete die Fraktion einen Vorschlag für eine Kampagne unter dem Hashtag «#Infobooster». In Broschüren, auf Plakaten, in sozialen Medien und solchen, die nicht in deutscher Sprache ausgespielt werden, sollen Informationen vermittelt werden. Die grün-schwarze Landesregierung müsse eine solche Kampagne umsetzen.

Landtag Baden-Württemberg: Pressekonferenz SPD
Andreas Stoch, Vorsitzender der SPD-Fraktion, spricht zu Medienvertretern. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Stuttgart.

Ein Sprecher des Sozialministeriums erklärte, eine solche Kampagne gebe es mit «#DranbleibenBW» längst. Informationen seien auf Arabisch, Türkisch sowie in zahlreichen weiteren Sprachen verfügbar. Über die Sozialen Medien würden diese ausgespielt. «Auch die SPD ist aufgerufen, die Kampagne konstruktiv zu unterstützen und die Informationen in ihren Kanälen zu teilen», sagte der Sprecher.

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch meinte dagegen, man habe den Fehlinformationen und Verschwörungsmythen zu lange die Bühne überlassen. Über Tageszeitungen und öffentliche Medien seien viele Menschen im Südwesten nicht erreichbar. 30 Prozent der Bevölkerung seien nicht geimpft. Die Fraktion schlägt vor, Flyer an alle Haushalte zu senden und an den Haustüren mit den Menschen in Kontakt zu treten.

Wenn eine allgemeine Impfpflicht komme, müsse auch sie von einer Infokampagne begleitet werden, sagte der Fraktionsvorsitzende. Denn die Fragen der Bevölkerung würden sich nicht einfach auflösen. «Es gibt viele Leute, die sind schlicht unsicher», sagte Stoch. «Um die Pandemie zu überwinden, brauchen wir Impfungen. Um die Gesellschaft wieder zu einen, brauchen wir Information und Austausch».

© dpa-infocom, dpa:220113-99-699261/4