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Rasensaison im Tennis startet
Struff und Hanfmann kämpfen ums Viertelfinale in Stuttgart

Tennis: ATP-Tour - Stuttgart
Jan-Lennard Struff möchte in Stuttgart seinen Erfolg von Paris gegen Alexander Bublik wiederholen. Foto: Marijan Murat
Zverev sollte das Zugpferd beim Stuttgarter Rasen-Tennisturnier sein. Doch der große Erfolg in Paris verhindert seine Teilnahme. Zwei Routiniers gelingt der Auftakt in die Wimbledon-Vorbereitung.

Stuttgart. Trotz der Abwesenheit von French-Open-Champion Alexander Zverev haben am Mittwoch zwei deutsche Tennisprofis beim Rasenturnier in Stuttgart Chancen auf den Viertelfinaleinzug. Aus einem deutschen Quintett schafften die beiden Routiniers Jan-Lennard Struff (36) und Yannick Hanfmann (34) den Sprung ins Achtelfinale.

Hanfmann bekommt es am nun am Mittwoch mit dem Italiener Mattia Bellucci zu tun (11.00 Uhr) und hat die Chance, erstmals das Viertelfinale auf dem Weissenhof zu erreichen. «Er ist ein junger, athletischer Spieler, einer, dem man gerne zuschaut», sagte die Nummer 59 der Tennis-Welt. «Trotzdem - ich habe heute ein gutes Match gezeigt. Wenn ich meine Leistung wieder abrufen kann, dann glaube ich, sollte es okay aussehen.»

Wiederholt Struff seinen Paris-Coup?

Im Anschluss trifft Struff auf den Kasachen Alexander Bublik, einen der Titelfavoriten der Boss Open. Bei den French Open hatte Struff den Top-Ten-Spieler in der ersten Runde überraschend besiegt. «Es wird ein komplett anderes Match», sagte Struff, der 2023 das Endspiel erreicht hatte. «Er wird wenig Rhythmus spielen. Er fühlt sich auf Rasen wohl.» 

Seine Erstrundenpartie dominierte Struff zunächst klar gegen den zu fehleranfälligen Außenseiter Galarneau, der sich im Matchverlauf mehrfach spektakulär auf den Rasen warf, um den Ball zu erwischen. Nach einer kurzen Schwächephase im Tiebreak des zweiten Abschnitts sorgte Struff mit einem Break zum 3:1 im entscheidenden Durchgang für die Vorentscheidung.

Hanfmann freut sich über Rasentennis

Umkämpft war auch das Auftaktduell von Hanfmann. Nervenstark setzte sich der Karlsruher mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:4) gegen den US-Amerikaner Aleksandar Kovacevic durch und überzeugte mit 22 Assen. «Rasentennis ist immer etwas Besonderes. Ich freue mich immer darauf. Es kommt meinem Spielstil entgegen», sagte Hanfmann. 

Tennis: ATP-Tour - Stuttgart
Yannick Hanfmann jubelt über seinen Erstrundensieg. Foto: Marijan Murat

Aus für ein Trio

Für die Talente Tom Gentzsch und Diego Dedura, dank Wildcards dabei, kam dagegen trotz ordentlicher Leistungen das Aus. Gentzsch unterlag dem Australier Rinky Hijikata knapp mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6 und vergab einen Matchball. Dedura unterlag dem Australier James Duckworth 4:6, 3:6. Zudem musste sich Daniel Altmaier dem US-Amerikaner Frances Tiafoe mit 6:7 (3:7), 6:4, 4:6 geschlagen geben. 

Darum ist Zverev nicht dabei

Grand-Slam-Gewinner Zverev sagte seine Teilnahme an dem mit 768.220 Euro dotierten Event erwartungsgemäß ab. Für ihn war die Zeit zwischen dem French-Open-Finale in Paris am Sonntag und dem 250er-ATP-Turnier zu knapp. Über seinen Grand-Slam-Triumph freuten sich unterdessen auch Struff und Hanfmann. 

«Die bösen Geister, die bestimmt im Finale in seinem Kopf waren, dass er die so gut bekämpft, um dann so zu gewinnen, das ist schon sehr, sehr stark», sagte Hanfmann. Zverev wird in der kommenden Woche im westfälischen Halle in die Rasensaison starten.

© dpa-infocom, dpa:260609-930-198625/1