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Verfahren zur VW-Porsche-Übernahme verzögert sich erneut

Das Oberlandesgericht in Celle
Das Oberlandesgericht in Celle. Foto: Holger Hollemann/Archiv Foto: Holger Hollemann/Archiv
Celle/Hannover (dpa) - Erneute Verzögerung im Verfahren um die Folgen der angestrebten Übernahme von VW durch die Porsche-Holding Porsche SE: Wegen eines Befangenheitsantrags gegen einen Richter des 1. Kartellsenats am Oberlandesgericht Celle wird das Musterverfahren (Az. 13 Kap 1/16) noch einmal verschoben. Die geplanten Fortsetzungstermine im März seien aufgehoben, erst am 1. April werde die mündliche Verhandlung in Hannover voraussichtlich fortgesetzt, teilte das Gericht am Freitag in Celle mit. Erst Mitte Februar hatte das Gericht einen Antrag gegen Senatsmitglieder abgelehnt. Der Antrag sei unbegründet, hieß es damals.
Stuttgart.

Seit Beginn der Verhandlung vor deutlich über einem Jahr hatte sich das Verfahren bereits mehrfach verzögert - auch wegen mehrerer Befangenheitsanträge der klagenden Aktionäre gegen die Richter.

Hintergrund des Verfahrens ist die Übernahmeschlacht zwischen der Porsche SE (PSE) und Volkswagen vor über zehn Jahren. Am Ende hielt die PSE zwar die Mehrheit an VW, verschuldete sich dafür aber in Milliardenhöhe. Es gab Kursturbulenzen, Anleger verloren viel Geld. Später schluckte VW seinerseits das operative Geschäft von Porsche. Das Musterverfahren des Oberlandesgerichts Celle ist wegen des größeren Platzbedarfs nach Hannover verlagert worden.