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VfB nach 2:0 nur Remis in Heidenheim: «Verschenkt»

Orel Mangala und Norman Theuerkauf
Der Stuttgarter Orel Mangala und der Heidenheimer Norman Theuerkauf (l-r.) im Zweikampf um den Ball. Foto: Daniel Karmann Foto: Daniel Karmann
In einem munteren Zweitliga-Duell führte der VfB bereits mit 2:0. Am Ende sprang im schwäbischen Derby in Heidenheim aber nur ein Remis heraus. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter musste einen ersten Rückschlag hinnehmen.
Heidenheim an der Brenz.

Heidenheim (dpa/lsw) - VfB-Verteidiger Holger Badstuber war nach dem verspielten Sieg im schwäbischen Zweitliga-Duell beim 1. FC Heidenheim genervt. «Wir haben es verschenkt», haderte der frühere Nationalspieler des VfB Stuttgart nach dem 2:2 (0:0) am Sonntag bei Sky: «Nach einem 2:0 darf man den Gegner nicht mehr so zurückkommen lassen. Wir haben sie eingeladen. Wir müssen daraus lernen.»

In einem munteren Nachbarschaftsduell hatte der Aufstiegsfavorit der 2. Fußball-Bundesliga nach einem Doppelschlag von Neuzugang Hamadi Al Ghaddioui (52. Minute) und dem überzeugenden Badstuber (57.) schon wie der Sieger ausgesehen. Doch nach dem Anschluss von Robert Leipertz (78.) und dem Eigentor von VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf (84.) musste der Bundesliga-Absteiger vor 15 000 Zuschauern einen ersten Rückschlag in der neuen Saison hinnehmen.

«Ich glaube, ich habe wieder zwei Gesichter meiner Mannschaft gesehen. Die Tore, die wir kassieren, dürfen so nicht passieren», bilanzierte VfB-Trainer Tim Walter. «Wir müssen es am Ende gewinnen. Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, mit der Art und Weise bin ich schon zufrieden.»

Nach dem vielversprechenden 2:1 zum Auftakt gegen Hannover 96 konnte die VfB-Elf nicht wie gewünscht mit dem zweiten Erfolg nachlegen. Wie Stuttgart haben auch die Heidenheimer von Trainer Frank Schmidt vier Punkte gesammelt. Der FCH zeigte Moral, steigerte sich und nutzte auch Stuttgarter Nachlässigkeiten in der Defensive zum Remis. «Am Schluss steht ein 2:2 nach einem 0:2-Rückstand, da muss ich mit meiner Mannschaft zufrieden sein», sagte Heidenheims Trainer Schmidt und sprach von einem «emotionalen Spektakel».

In der ersten Hälfte hatte der VfB ohne den angeschlagenen Mario Gomez Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Zwar drängte der Favorit den Zweitliga-Fünften der Vorsaison zu Beginn weit in die eigene Hälfte und hatte einigen Chancen. Doch dann ließen Niklas Dorsch (36.) allein vor VfB-Torhüter Gregor Kobel, Leipertz (40.) aus Nahdistanz und Denis Thomalla (44.) gegen nachlässige Stuttgarter beste Torchancen für die Gastgeber aus.

Wegen leichter Wadenprobleme verzichtete Walter auf den früheren Nationalstürmer Gomez. Dessen neuer Sturmkollege Al Ghaddioui belohnte die Stuttgarter, die besser aus der Kabine kamen, nach dem Wechsel. Eine Ecke von Daniel Didavi köpfte er zu seinem ersten Pflichtspieltor für den VfB ein. Heidenheims Timo Beermann konnte ihn nicht entscheidend hindern.

Auch den Treffer von Badstuber aus kurzer Distanz bereitete der aus Regensburg gekommene Al Ghaddioui vor. Doch der Doppelschlag verlieh den Stuttgartern keine Sicherheit. Dennoch war am Ende auch Pech im Spiel: Beim Ausgleich lenkte VfB-Kapitän Kempf einen Schuss von Niklas Dorsch ins eigene Tor, in der Nachspielzeit traf der kurz zuvor eingewechselte Mateo Klimowicz nur den Pfosten.

«Wir haben zu viele leichtfertige Ballverluste gehabt», sagte Badstuber. Der Innenverteidiger war durch die schwere Verletzung von Marcin Kaminski und die Sperre von Maxime Awoudja in die Startelf gerückt und überzeugte neben seinem Tor auch mit Passsicherheit und Übersicht.

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