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Pandemie
Weniger Covid-Patienten auf Normalstationen im Südwesten

Corona-Tests
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner
Die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden, ist im Südwesten weiter zurückgegangen. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mitteilte, wurden am Donnerstag 790 Covid-Patientinnen und -Patienten auf den Normalstationen der Kliniken behandelt (Stand: 16 Uhr). In der Vorwoche waren es noch 949. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten blieb mit 114 dagegen stabil (Vorwoche: 113).

Stuttgart. Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik kamen, ist auf 2,5 gesunken. In der Woche zuvor betrug der Wert 2,8.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg betrug am Donnerstag 335,1. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur Vorwoche (445,2). Laut Experten gibt es eine große Dunkelziffer nicht erfasster Fälle - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit dem Virus stieg auf 16.023. Das sind 73 mehr als vor einer Woche.

Ein Ausreißer beim Blick auf die Fallzahlen in den Stadt- und Landkreisen stellt seit mehreren Tagen Stuttgart dar. Dort liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den LGA-Angaben zufolge derzeit bei mehr als 700. Ein Sprecher der Stadt teilte dazu am Donnerstag auf Anfrage mit, das Gesundheitsamt Stuttgart übermittele seit etwa vier Wochen Alt-Fälle, die während der vergangenen Welle liegen geblieben seien. Sie gingen von einem tatsächlichen Inzidenz-Wert im Bereich von 300 aus.

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