Serie: Ab nach draußen
Sommer
Ludwigsburg | 19. September 2014

Acht Rollen bringen die Endorphine in Schwung

Laufen? Nein, danke. Schon in der Schule hab ich es gehasst, wenn es zum 5000-Meter-Lauf ging. Obwohl mir ein Arzt in längst vergangenen Jugendzeiten einmal die Statur eines Langstreckenläufers zugebilligt hat: Das ewige Traben, ob durchs Stadion oder durchs freie Feld, es ist nichts für mich. Stapf, stapf, stapf, monotones Schritt-für-Schritt, jeder Aufprall der Füße auf den Boden geht mir durch Mark und Bein. Ich höre förmlich meine armen Gelenke schreien. Selbst nach zweijährigem Jogging-Intermezzo damals, mit Anfang 40, wollten sich die vielbeschworenen Glückshormonausschüttungen nach einstündigen Runden auch auf natürlich federnden Wald- und Wiesenwegen in schönster Landschaft nie einstellen.

Nein, da flitze ich doch viel lieber auf acht Rollen durch die Gegend. Reichlich Fahrtwind um die Nase, eleganter Schwung nach rechts, fast eleganter Schwung nach links, das alles ganz erschütterungsfrei. Und mit Endorphinausschüttungsgarantie, nicht nur, wenn es – zisch-zisch – an vor sich hinstapfenden Joggern vorbeigeht.

von bernhard lepple
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