Serie: Ab nach draußen
Sommer
Ludwigsburg | 20. September 2014

Auf Schusters Rappen

Gehen, Spazieren, Laufen, Wandern, Vagabundieren, Herumirren, Pilgern. Es gibt mannigfaltige Arten der sommerlichen Fortbewegung. Und doch haben sie eines gemein: Wir bewegen uns auf Schusters Rappen fort, genauer auf den Fußsohlen. Im Verlauf eines Lebens müssen diese unsere Eskapaden ertragen. Sie müssen unser Gewicht schleppen, ob sie wollen oder nicht – und meistens tun sie das auch über viele Jahre, ohne sich zu beklagen. Gehen ist auch eine der ersten Fähigkeiten, die sich ein kleines Kind erarbeitet. Und es ist eines der Dinge, die man auch im Alter nicht aufgeben möchte. Gehen geht automatisch, was uns die Möglichkeit gibt, beim Wandern die Gedanken fliegen zu lassen, dem allzu durchgeplanten Alltag zu entgehen. „Wenn wir wandern, sind unsere Gedanken intensiver bei der uns umgebenden Natur. Felsen, Blumen und Bäume nehmen wir mit einem Mal bewusst wahr.“ So philosophierte Hermann Hesse in seinen „Wanderungen“. Profaner äußerte sich Johann Wolfgang von Goethe: „Was ich nicht erlernt habe, das habe ich erwandert.“ In diesem Sinne, auf geht’s!

von Hubert Dreher
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