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Tourismus

3B-Land hat ein weiteres Mitglied

Gemmrigheim möchte sich touristisch breiter aufstellen. Der neue Gemeinderat hat sich nun einstimmig für eine Kooperation mit der 3.B-Tourismusgemeinschaft ausgesprochen.

Gemmrigheim. In Gemmrigheim stecke touristisch noch viel Potenzial, sagte Bürgermeister Dr. Jörg Frauhammer in der jüngsten Sitzung. „Die Gemeinde verfügt bereits über ein vielfältiges Kultur- und Vereinsleben, kann aber durch den Anschluss an den 3.B-Tourismusverbund nur profitieren.“ Besigheim, Bönnigheim und Bietigheim-Bissingen haben sich vor knapp 20 Jahren zum 3.B-Team zusammengeschlossen, um sich touristisch möglichst breit aufzustellen und gemeinsam zu vermarkten. Zur Kooperation gehört auch das Wein- und Obstquartett mit Erligheim, Kirchheim, Löchgau und Walheim. Dem Wein- und Obstquartett hat sich seit Anfang des Jahres die Gemeinde Freudental angeschlossen; vor kurzem hatte Mundelsheim beschlossen, sich dem Tourismusverband anzuschließen, jetzt möchte auch Gemmrigheim die Marketingchancen nutzen.

Frauhammer hofft auf Synergieeffekte, nicht nur, was die weitere Ortsentwicklung anbelangt: Bei den Übernachtungen und in der Stärkung des Weinbaus gibt es noch Luft nach oben. Mit einem Rückblick auf das „erfolgreiche Tourismusjahr 2018“ begrüßte Eric Reiter die Entscheidung der Gemeinde. Die „Weinige Schifffahrt“ wurde gut angenommen. Die „Wein-Höhepunkte“ führen zwar noch an Gemmrigheim vorbei, das werde sich mit dem Beitritt aber ändern.

Auf der Agenda des 3.B-Teams, das wiederum an den Kraichgau-Stromberg-Tourismusverband angegliedert ist, stehen Pressearbeit und die Ausarbeitung von Wanderwegen. Alle zwei Jahre werden aktualisierte Rad- und Wanderkarten veröffentlicht. „Die nächsten erscheinen im Jahr 2021. Gemmrigheim hat also noch Zeit, sich die kommunalen Inhalte zu überlegen.“ Kurzum: Über den Weinbau hinaus gibt es zwischen Gemmrigheim und dem 3B-Tourismusverband jede Menge Schnittmengen, fasste Frauhammer zusammen. Der Kosten für einen Beitritt liegen für die Kommunen bei 50 Cent pro Einwohner, dazu werden noch 85 Cent pro Einwohner vom Kraichgau-Stromberg-Tourismus erhoben.

„Das, was andere haben, nämlich den Weinlehrpfad und Steillagen, das haben wir schon lange“, betonte Manfred Sannert (CDU). Maximilian Reuschle von der Fraktion Aktives Gemmrigheim sah in dem Beitritt „eine Chance, die wir nutzen sollten“. Markus Beckbissinger (CDU) erinnerte einmal mehr an den gewünschten Radweg entlang des Neckars und dem Bau einer Brücke nach Walheim: „Mit der Einbindung Gemmrigheims an den Neckartalradweg könnte das Vorhaben noch einmal überdacht werden.“

Einstimmig beschloss das Gremium, dem 3.B-Land und dem Kraichgau-Stromberg-Tourismusverband beizutreten.

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