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A.81

Autofahrer brauchen starke Nerven

Bei einem Unfall auf der A.81 bei Pleidelsheim stirbt am Freitagmorgen ein Mann in einem Laster. Das tragische Unglück führt – wieder einmal – zu langen Staus. Und mit denen muss wieder für einen längeren Zeitraum gerechnet werden: Die nächsten Baustellen stehen bevor.

Bei Pleidelsheim bildet sich ein langer Stau.
Bei Pleidelsheim bildet sich ein langer Stau.
In den kommenden Wochen stehen weiter südlich zwischen Möglingen und Münchingen erneut Bauarbeiten ins Haus. Fotos: Karsten Schmalz (2), Holm Wolschendorf
In den kommenden Wochen stehen weiter südlich zwischen Möglingen und Münchingen erneut Bauarbeiten ins Haus. Foto: Karsten Schmalz (2), Holm Wolschendorf

Pleidelsheim/Möglingen. Freitagmorgen, 7.50 Uhr. Ein 44 Jahre alter Mann steuert seinen Pritschenlastwagen auf der A.81 Richtung Stuttgart. Er hat Gerüstbauteile geladen, neben ihm sitzt ein 41-Jähriger. Auf Pleidelsheimer Gemarkung löst sich dann offenbar der linke, hintere Reifen des Brummis ab. Die Konsequenz: Der Fahrer verliert die Kontrolle, gerät ins Schleudern, der Lkw überschlägt sich und kommt nach rechts von der Fahrbahn ab. Ein Polizeisprecher: „Das Führerhaus wird dabei zertrümmert.“

Rund 45 Feuerwehrleute aus Mundelsheim, Besigheim und Großbottwar eilen an die Unglücksstelle. Sie bergen die beiden Männer aus ihrem Fahrzeug. Außerdem landet ein Rettungshubschrauber auf der Autobahn, die kurzzeitig voll gesperrt werden muss. Der Verkehr staut sich nach Angaben der Polizei auf mehreren Kilometern Länge.

Rettungskräfte transportieren den Lastwagenfahrer unterdessen in ein Krankenhaus. Für den Beifahrer kommt jede Hilfe zu spät: Er stirbt offenbar noch am Unfallort. Bis gegen 10.50 Uhr ist auf der A.81 am Freitagmorgen laut Polizei nur die linke der drei Spuren befahrbar. Erst gegen 12.30 Uhr sind alle Fahrstreifen wieder frei – aber nicht lange. Am Mittag finden an der Unfallstelle Anschlussarbeiten statt, für die die rechte Spur dichtgemacht wird.

Das nächste Chaos auf der A.81 zeichnet sich bereits ab. Vom kommenden Montag an werden weiter südlich Bauarbeiten vorbereitet, und zwar zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Nord und Zuffenhausen. Auf rund 4,2 Kilometern Länge werden der Asphalt und die darunterliegende Schicht erneuert. Zudem werden zwei Nothaltebuchten gebaut, Hintergrund ist die geplante temporäre Freigabe des Seitenstreifens. Ab Montag soll die Baustelle in den Nachtstunden nach und nach eingerichtet werden. Wie schon in den vergangenen Jahren soll wieder eine Spur auf der Gegenfahrbahn geführt werden, getrennt durch Betonelemente – im gesamten Bereich gilt deshalb ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern.

Vom 6. Juli an werden bis Monatsende die zweite und dritte Spur an der linken Fahrbahnseite saniert. Das hat zur Folge, dass man dann nicht von Ludwigsburg-Süd aus Richtung Engelberg auffahren kann. Die Umleitung erfolgt über die Möglinger Ortsumgehung bis zur Bosch-Kreuzung in Schwieberdingen, von der es nach links bis zur B.10 und zur Anschlussstelle Zuffenhausen geht.

Während der zweiten Bauphase ist dann der Rest der Fahrbahn dran, dafür wird die gesamte Ludwigsburger Anschlussstelle in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Der Verkehr muss deshalb bis zum geplanten Ende des Vorhabens Mitte August in Ludwigsburg-Nord ausfahren.

Für viele, die eigentlich in Ludwigsburg-Süd auf die A.81 wollen, gibt es eine weitere Einschränkung während des zweiten Bauabschnitts: Die zuvor geltende Umleitung funktioniert nämlich nicht mehr. Denn an der Anschlussstelle Zuffenhausen wird die schon 2018 gebaute Brücke für eine verbesserte Einfädelung auf die Autobahn Richtung Süden an die bestehenden Straßen angeschlossen. Man kann deshalb nicht von der A.81 auf die B.10 in Richtung Vaihingen sowie von der Bundesstraße in Richtung Süden auf die A.81 auffahren. Diese Sperrung soll bis zum Ende der Sommerferien dauern. Alternativ muss die Autobahnanschlussstelle Feuerbach genutzt werden.

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