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Abfallbilanz

Bei den Gebühren im Mittelfeld

Auch in diesem Jahr hat es wieder eine Erhöhung der Müllgebühren gegeben. Eine vierköpfige Durchschnittsfamilie muss drei Euro mehr im Jahr bezahlen. Die Gebühren sind von 163 auf 166 Euro gestiegen. Damit liegt Ludwigsburg weiterhin im Mittelfeld der baden-württembergischen Stadt- und Landkreise.

Die Menschen im Kreis Ludwigsburg produzierten 2018 etwas weniger Restmüll als im Vorjahr. Archivfoto: Alfred Drossel
Die Menschen im Kreis Ludwigsburg produzierten 2018 etwas weniger Restmüll als im Vorjahr. Foto: Alfred Drossel

Kreis Ludwigsburg. Die Spannbreite im Land ist enorm. Im Schnitt liegen die Gebühren bei 156 Euro. Mit am meisten mussten Haushalte im Landkreis Konstanz (235 Euro) und in der Stadt Mannheim (239 Euro) bezahlen. Der geringste Satz wird in Esslingen (90 Euro) fällig. Den größten Sprung machte der Zollernalbkreis von 182 Euro auf 217 Euro. „Die Gebühren sind aber nur schwer zu vergleichen“, warnt ein Sprecher des Stuttgarter Umweltministeriums, da gerade der Service sehr unterschiedlich sei.

In insgesamt zehn Stadt- und Landkreisen wurden die Gebühren für die Abfallentsorgung angehoben. Ludwigsburg ist einer davon. Ein AVL-Sprecher begründet diese Entwicklung mit dem „Mehraufwand beim Biogut, Entsorgungs- und Transportkosten bei den Elektro-Altgeräten und Tariferhöhungen“. Im Vergleich zu anderen Landkreisen sei allerdings auch zu berücksichtigen, „dass wir ein großes Angebot an Leistungen für den Bürger haben“, so der Sprecher weiter. Außerdem schlagen seit 2017 die Rückstellungen für die Nachsorge der Deponien Burghof (nur Rohmüllbereich) und Am Lemberg von insgesamt 41,7 Millionen Euro bei der Gebührenkalkulation zu Buche.

Gegen den Landestrend

Erfreulich ist, dass die Menschen im Kreis Ludwigsburg 2018 etwas weniger Müll produziert haben als im Vorjahr. 120 Kilogramm Hausmüll wanderten in die schwarze Tonne, ein Kilo weniger als im Vorjahr. Damit liegt der Kreis Ludwigsburg aber noch deutlich unter dem Landesmittel. Denn zwischen Mannheim und Bodensee lag das Aufkommen bei 140 Kilogramm pro Einwohner. Das ist ein Kilo mehr als im Jahr zuvor. Außerdem produzierte jeder Einwohner 14 Kilogramm an Sperrmüll – ein Wert, der sich in den vergangenen zwei Jahren nicht verändert hat. Beim Biomüll hat der Kreis noch einmal zugelegt. 57 Kilo wirft jeder Einwohner derzeit an Grünabfällen weg, ein Kilo mehr als im Jahr zuvor. Dies wirkt sich positiv auf den Restmüll aus. Der Landesschnitt liegt konstant bei 50 Kilogramm. Mit 30.842 Tonnen pro Jahr (plus 617 Tonnen) wird die mit der Biogutvergärung Bietigheim vereinbarte Menge von 30.000 Tonnen erreicht.

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