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Bane

Betriebe werben um Azubis

Rund 40 Unternehmen bei der Ausbildungsmesse in Besigheim – Auch heute noch einmal geöffnet

Schülerinnen und Schüler informieren sich an den Ständen, die in diesem Jahr auf drei Etagen verteilt sind. Archivfoto: Ramona Theiss
Schülerinnen und Schüler informieren sich an den Ständen, die in diesem Jahr auf drei Etagen verteilt sind. Foto: Ramona Theiss
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Am Stand der Polizei ist viel los.

Besigheim. Jugendliche rechtzeitig vor dem Schulabschluss mit Ausbildungsbetrieben aus ihrer Region in Kontakt bringen – das ist Ziel der Ausbildungsmesse Bane, die gestern zum dritten Mal in Besigheim stattgefunden hat. Rund 40 Unternehmen stellen auch heute noch einmal zahlreiche Berufsperspektiven für junge Leute im nördlichen Landkreis vor.

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Bane Besigheim

Für Publikum war auf jeden Fall gesorgt, denn gestern haben Schulklassen aus der Region die Bane (Berufsausbildung Neckar-Enz) besucht. Besonders groß war das Gedränge an den Ständen, wo es etwas zu verschenken oder auszuprobieren gab. Und da hatten sich die Aussteller einiges einfallen lassen: Die Schüler konnten Natursteine bearbeiten, Parkett polieren, am Glücksrad drehen oder Geschicklichkeit und Gleichgewicht unter Beweis stellen. Viele Aussteller hatten auch Arbeitsproben mitgebracht, wie die Firma Käfer Werkzeugbau aus Ottmarsheim. Man habe schon diverse Azubis durch die Messe gewonnen, berichtet Ausbildungsleiter Conner Nelson. Auch Carla Döbele, Filialdirektorin der Kreissparkasse in Besigheim, erzählt von guten Rückmeldungen. Einige Jugendlichen hätten sich nach der Bane für ein Praktikum interessiert. Darauf hoffen auch Sarah und Dean Koppe vom Restaurant „Hirsch“ in Besigheim. Sie wollen im nächsten Jahr einen Koch ausbilden und suchen auf der Bane nach passenden Bewerbern aus der Region. Kreativität und Leidenschaft müssten diese mitbringen, dafür würden sie den Beruf von der Pike auf lernen. „Bei uns ist alles noch Handwerk“, verspricht Sarah Koppe.

Für die Unternehmen ist die Messe eine gute Werbeplattform und eine Möglichkeit, die Jugendlichen anzusprechen, die sie sonst nicht erreicht hätten. Das nutzt auch Uta Bühler-Habermehl von den Kleeblatt-Pflegeheimen. 60 bis 70 Azubis bilde man im Landkreis aus, die meisten davon seien weiblich.

Vielleicht gehören bald auch Yisra und Rebecca zum Team. Die Realschülerinnen aus Bönnigheim haben sich am Kleeblatt-Stand gerade über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Beide können sich gut vorstellen, in dem Bereich zu arbeiten. Rebecca hat bereits ein Praktikum im Altenheim gemacht – „ich mag es, alte Menschen auf ihrem Weg zu begleiten“, sagt die Schülerin. Die Ausbildungsmesse finden beide gut und abwechslungsreich. „Ich werde mich auch über Berufe informieren, an die ich bisher noch nicht gedacht habe“, sagt Yisra.

Das hat Lukas Köder schon im vorigen Jahr gemacht. Diesmal schaut er sich nur noch ganz gezielt die Firmen an, die ihn wirklich interessieren. „Und ich habe jetzt vielleicht sogar meinen Ausbildungsplatz gefunden“, freut sich der 15-Jährige. Gerade kommt er vom Stand der LQ-Mechatronik-Systeme. „Da werde ich mich jetzt bewerben“, erzählt der Besigheimer. Sein Freund Paul Gottlöber ist noch nicht ganz so weit. Der 14-Jährige kann sich vorstellen, im kaufmännischen Bereich zu arbeiten und hat sich am Stand von Aldi über die Ausbildungsmöglichkeiten informiert.

„Es ist nicht immer leicht, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden“, hatte Heinz Streicher vom Bane-Verein bereits bei der Begrüßung gesagt. Die Messe könne eine gute Hilfe für die Jugendlichen sein, ihre zukünftigen Arbeitgeber kennenzulernen und ermögliche „Begegnungen auf Augenhöhe“. Bürgermeister Steffen Bühler dankte allen Organisatoren und Ausstellern, die die Messe ermöglicht haben. Darunter ist auch der Neckar- und Enzbote, der sich als Medienpartner mit einem Stand präsentiert. Heute hat die Bane in der Stadthalle Alte Kelter bei freiem Eintritt von 10 bis 14 Uhr geöffnet.