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Deutsche Weinkönigin

Carolin Klöckner ganz im Glück

In 70 Jahren nur vier Königinnen aus Württemberg - Herzlicher Überraschungsempfang in Gündelbach

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Herzlicher Empfang daheim in Gündelbach: Oberbürgermeister Gerd Maisch, Deutsche Weinkönigin Carolin Klöckner, Vorjahres-Prinzessin Mara Walz und der der Vorsitzende der Vaihinger Wein-Löwen, Martin Fischer (von links):Fotos: Alfred Drossel
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Vorjahreskönigin Katharina Staab setzt Carolin Klöckner die Krone auf.

neustadt/Vaihingen. Carolin Klöckner ist für ein Jahr Deutsche Weinkönigin. Die 23-jährige Agrarstudentin aus Gündelbach holte die Krone nach 32 Jahren wieder nach Württemberg. Nur vier Weinköniginnen kommen in 70 Jahren aus dem Anbaugebiet Württemberg. Carolin Klöckner ist im Glück. Jetzt stehen ihr über 200 Termine auf der ganzen Welt bevor, mit 1 500 Weinproben.

Carolin Klöckner hat sich in der spannenden Endrunde des Wettstreits am Freitagabend im Finale gegen fünf Bewerberinnen durchgesetzt. Sie konnte mit ihrer schlagfertigen, humorvollen Art immer lächelnd überzeugen.

Die 70-köpfige Jury, der unter anderem Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Deutsche Weinkönigin 1995) und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (Deutsche Weinkönigin 1976) angehörten, wählte außerdem Inga Storck (Pfalz) und Klara Zehnder (Franken) als Weinprinzessinnen. Die bisherigen Gebietsweinköniginnen mussten Wissenstests bestehen, spontane Reden halten und Weinproben meistern.

„Ich bin immer noch am Realisieren, was passiert ist“, sagte Carolin Klöckner unmittelbar nach der Wahl. Sie sei besonders ihrer Familie dankbar, „und allen, die an mich geglaubt und gesagt haben ‚Caro, hab Spaß‘. Das hat mir Halt gegeben“. Und Spaß habe sie gehabt, auch wenn sie gar nicht beurteilen könne, wie sie auf der Bühne gewirkt habe.

Aus Vaihingen war ein ganzer Bus voller Fans nach Neustadt gekommen. Mit dabei war auch Oberbürgermeister Gerd Maisch und der Sprecher der Vaihinger Wein-Löwen, Martin Fischer. Nach der Wahl stürmten sie auf die Bühne um „ihrer Weinkönigin“ zu gratulieren.

Am Samstag gab es im Mühlehof der Famlie Klöckner in Gündelbach einen Überraschungsempfang an dem mehr als hundert Freunde teilgenommen haben. Gekommen waren auch Oberbürgermeister Gerd Maisch und Martin Fischer.

Fischer darf sich als der Entdecker der Deutschen Weinkönigin bezeichnen. Er hatte mit Carolin Klöckner das erste Gespräch geführt, als eine neue Vaihinger Weinprinzessin als Nachfolgerin von Mara Walz gesucht wurde. Eigentlich hatte Fischer zuerst die Schwester von Carolin Klöckner gefragt und die hatte auf ihre Schwester verwiesen.

Es sei unglaublich, was sich Carolin Klöckner als Einsteigerin in zwei Jahren beigebracht habe, sagt Martin Fischer. Mit Charme und hohem Fachwissen habe sie jetzt die hochkarätige Jury überzeugt.

Oberbürgermeister Gerd Maisch hatte an einen Wahlerfolg geglaubt und freut sich. Er will die neue Deutsche Weinkönigin mit einem Empfang im Rathaus offiziell beglückwünschen. Für die Stadt, den Landkreis und die Wengerter sei die Wahl Carolin Klöckners ein Riesenerfolg, sagte Maisch. Vaihingens Weinprinzessinnen und Weinköniginnen hätten den Weinbau in der Region als Botschafterinnen und Marketingfrauen weiter vorangebracht.

Die 23-jährige Carolin Klöckner ist Studentin der Agrarwissenschaften in Hohenheim mit Schwerpunkt Weinbau und von Haus aus mit Landwirtschaft vertraut, die ihre Eltern im Nebenerwerb betreiben. Als oberste Repräsentantin der deutschen Winzer löst sie die amtierende Majestät Katharina Staab (Nahe) ab. Die Deutsche Weinkönigin wirbt seit 1949 für deutschen Rebensaft.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Wahl am Freitagabend in Neustatdt mit einer launigen Rede eröffnet. „Heute sind einige Kandidatinnen dabei, die sind in dem Jahr geboren, in dem ich Weinkönigin wurde – da fühle mich ein bisschen als Queen Mum“, sagte Klöckner, die vor gut 20 Jahren selbst die Krone trug. Sie lobte die „Majestäten“ der vergangenen Jahre, die das Amt sehr selbstbewusst ausgeübt hätten.

Am 6. Dezember gibt Carolin Klöckner offiziell ihre württembergische Krone bei einer Gala in Neckarwestheim ab. Lokale Auftritte der neuen Deutschen Weinkönigin Carolin Klöckner werden selten sein, weil sie ihre Repräsentationstermine vom Deutschen Weininstitut bekommt.