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REMSTAL-GARTENSCHAU

Der Countdown läuft

Jetzt sind es nur noch 16 Tage bis zum Beginn der Remstal-Gartenschau. Alle 16 beteiligten Kommunen setzen zum Endspurt an. Auch in Remseck wird noch auf Hoch-touren gearbeitet, damit pünktlich zur Eröffnungs-Hocketse am Neckarstrand alles fertig ist.

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Ein schwimmender Steg führt von der Straße „Am Remsufer“ zum Neckarstrand.
Ein schwimmender Steg führt von der Straße „Am Remsufer“ zum Neckarstrand.
Die schwimmenden Gärten werden erst kurz vor der Gartenschau-Eröffnung bepflanzt.
Die schwimmenden Gärten werden erst kurz vor der Gartenschau-Eröffnung bepflanzt.
In allen 16 Gartenschau-Kommunen weisen Bienen-Holzaufsteller auf das Großereignis hin. In Remseck sind Hunderte zu finden.
In allen 16 Gartenschau-Kommunen weisen Bienen-Holzaufsteller auf das Großereignis hin. In Remseck sind Hunderte zu finden.

REMSECK. Am sogenannten Hechtkopf, dort wo im Stadtteil Neckarrems die Rems in den Neckar mündet, hat sich in den vergangenen Tagen noch einmal sehr viel getan. Der schwimmende Steg, auf dem man künftig von der Straße „Am Remsufer“ aus quasi auf dem Wasser und unter zwei Brücken hindurch zum Neckarstrand spazieren kann, ist so gut wie fertiggestellt. Ein echter Hingucker sind die drei weißen Badehäuschen, die auf einer daran angedockten Plattform errichtet wurden. Sie sind der Remsecker Beitrag zum interkommunalen Architekturprojekt „16 Stationen“.

Zur Erinnerung: Durch dieses Projekt soll die Idee von Gemeinsamkeit und Vielfalt entlang der 16 Städte und Gemeinden im Remstal sichtbar werden. Für diese Aufgabe wurden namhafte Architekturbüros aus ganz Deutschland gewonnen. Neben den Remsecker Badehäuschen gibt es beispielsweise ein weißes Haus auf der Waiblinger Schwaneninsel, einen Aussichtsturm mit dem Titel „Fernsehen in Korb“ in den Weinbergen von Kleinheppach, eine kreisrunde Pergola am Fellbacher Kappelberg und einen Hochzeitsturm hoch über Plüderhausen.

In den Hochbeeten sprießen schon die ersten Pflänzchen

Gearbeitet wird in Remseck gerade an einem weiteren Remsbalkon, der neben der Rathausbaustelle auf der linken Uferseite zum Verweilen einladen soll. Der letzte Feinschliff fehlt noch. Drei Liegen, auf denen man hoch über dem Fluss den Blick schweifen und die Seele baumeln lassen kann, sind direkt daneben noch kurz vor den Osterfeiertagen aufgestellt worden. Was an den Böschungen jetzt noch fehlt, ist saftiges Grün. Mal schauen, ob Gräser und Pflanzen es schaffen, rechtzeitig aus der braunen Erde zu sprießen.

Ganz sicher wird das in den sogenannten schwimmenden Gärten so sein, die kürzlich am Schwimmsteg befestigt wurden. In den letzten Tagen vor der Gartenschau-Eröffnung sollen die neun rechteckigen Holzbeete, die – mit Erde befüllt – auf der Rems dümpeln, noch bunt bepflanzt werden. Schon ein bisschen bunt sieht es nur wenige Meter flussaufwärts in der Straße „Am Remsufer“ aus. Dort wurde kürzlich mit dem Bürgerprojekt „Urban Gardening“ begonnen. Wo beim Neckarremser Straßenfest das Karussell stand, sind jetzt zahlreiche Hochbeete aufgestellt worden, die den Sommer über von Remseckern gehegt und gepflegt werden. Die ersten Hobbygärtner haben schon Blumen, Erdbeerstauden, ja sogar zarte Tomatensetzlinge in ihren Mini-Garten gepflanzt. An der Böschung hinter den Hochbeeten ist es schon prächtig grün und farbig: Der Remsecker Grafik-Designer und Graffiti-Künstler Frederik Merkt war dort am Werk und hat auf viele Meter Folie Motive aus der Natur gesprüht.

Grünes Graffiti-Band zieht sich vom Neckar bis zur Rems

Apropos Graffiti: Zur Remstal-Gartenschau werden auch Unterführungen und Bauzäune kreativ gestaltet. Rund 25 Künstler machen bei der Aktion mit. Die Sprayer stammen allesamt aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von Frederik Merkt. Bis zur Eröffnung der Remstal-Gartenschau soll sich ein grünes Graffiti-Band am Neckar entlang bis zur Rems ziehen. Die Künstler haben die Vorgabe, sich an den Gartenschau-Farben Grün und Hellblau zu orientieren und das Thema Natur aufzugreifen. Ihnen steht noch ein arbeitsintensiver Endspurt bevor.

Auch in der Nachbarkommune Waiblingen ist noch nicht alles vollbracht. Der Remsstrand und das gegenüberliegende Remsdeck in der Talaue müssen noch fertiggestellt werden. Gartenschaufein ist dagegen schon alles rund um den Talaue-See. Der Seeplatz, der schon seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für Familien ist, wurde aufgewertet. Zwei auch optisch sehr ansprechende Spielinseln laden zum Klettern und Toben ein. Direkt am See werden im Sommer verschiedene Konzerte stattfinden. Platz für kulturelle Veranstaltungen und zum Verweilen bietet auch die in unmittelbarer Nähe aus unzähligen Silberweiden angelegte Kunstlichtung.

Info: Die zentrale Eröffnung der Remstal- Gartenschau findet am 10. Mai, 15 Uhr, auf dem Marktplatz in Schorndorf statt. Start in Remseck ist am 11. Mai. Von 11 Uhr an gibt es eine Hocketse am Neckarstrand. Die Gartenschau dauert bis zum 20. Oktober. Mehr als 10.000 Veranstaltungen sind in Essingen, Mögglingen, Böbingen, Schwäbisch Gmünd, Lorch, Plüderhausen, Urbach, Schorndorf, Winterbach, Remshalden, Weinstadt, Korb, Kernen, Fellbach, Waiblingen und Remseck geplant.

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