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Württemberger Weinkönigin

Der Griff nach der Krone

Franziska Pfizenmayer steht am Dienstag zur Wahl – Feuerwehrfrau und Gemeinderätin

Nach zwei Jahren Weinprinzessin will Franziska Pfizenmayer Weinkönigin werden.Foto: Alfred Drossel
Nach zwei Jahren Weinprinzessin will Franziska Pfizenmayer Weinkönigin werden. Foto: Alfred Drossel

beilstein. Am Dienstag wird bei einer Gala im Carmen-Würth-Forum Künzelsau die neue Württemberger Weinkönigin gewählt. Drei junge Frauen haben sich beworben. Darunter die Bottwartälerin Franziska Pfizenmayer aus Beilstein.

Die 25-jährige Bankkauffrau und Wirtschaftsfachwirtin hat Erfahrung darin, ein Krönchen zu tragen. Zwei Jahre hat sie die Beilsteiner Weinmacher als Prinzessin repräsentiert, dabei gut hundert Auftritte gehabt und viel Erfahrung gesammelt.

Jetzt greift sie nach der Württemberger Weinkrone. Gelingt ihr das, muss sie sich am Ende des nächsten Jahres der Jury bei der Wahl zur deutschen Weinkönigin stellen.

Franziska Pfizenmayer kommt nicht aus einer Wengerterfamilie und sie arbeitet nicht ständig im Weinberg. Dennoch hat sie sich ein reiches Fachwissen angeeignet. Sie schätzt die Arbeit der Weingärtner im Weinberg und im Keller sehr. „Bei Führungen durch Beilsteiner Weingüter und das Staatsweingut in Weinsberg habe ich die Vielfalt der heimischen Weinsorten kennengelernt“, erzählt sie, wohl wissend, dass sie noch einiges dazulernen muss.

Die 25-Jährige hat als Beilsteiner Weinprinzessin überzeugt. Ihre Auftritte haben die Menschen erfreut. „Ob es das Weinbergfest, die Weinproklamation am Andreasmarkt, Veranstaltungen bei den Bottwartaler Winzern, beim Weinimpuls junges Württemberg oder bei den verschiedenen Weingütern – ich habe alle Termine gern gemacht“, betont sie.

Franziska Pfizenmaier genießt gern Wein in geselliger Runde. „Während ich früher die lieblichen Sorten bevorzugte, trinke ich heute gerne einen trockenen Riesling oder Lemberger“, sagt sie. Als Weinkönigin will sie die Menschen vom Naturprodukt Wein überzeugen und vor allem junge Leute ansprechen. Wichtig ist ihr, den Menschen zu sagen, dass die Arbeit im Weinberg und in der Landschaft deutlicher wertgeschätzt werden müsse.

Neben ihrer Tätigkeit bei der Volksbank Beilstein hat die 25-Jährige einiges zu tun. Sie ist aktive Feuerwehrfrau und rückt bei jedem Tagesalarm mit aus. Bei den jüngsten Kommunalwahlen wurde sie auf der Liste der FDP in den Gemeinderat gewählt. Dort ist sie Mitglied im Verwaltungsausschuss, im Ausschuss für Umwelt und Technik, im Gemeindeverwaltungsverband Schozach-Bottwartal und im Zweckverband Mineralfreibad Oberes Bottwartal. Außerdem ist sie in der Tischtennisabteilung des TGV Beilstein aktiv.

Sie weiß sehr wohl, dass – wenn sie zur Weinkönigin gewählt werden sollte – ihr Zeitmanagement geändert werden muss. Ihrem Arbeitgeber, der Volksbank, ist sie dankbar, dass er ihre Aktivitäten unterstützt. „Die Bank steht hinter mir“, sagt sie mit einem Lächeln. Franziska Pfizenmayer ist eine selbstsichere, modebewusste Frau, die am Dienstag die Jury überzeugen möchte. Für die Nachfolge von Julia Böcklen als Königin, die jetzt deutsche Weinprinzessin ist, sowie den Württemberger Weinprinzessinnen Franziska Fischer, Ellen Volzer und Aliena Zischewski haben sich auch noch die 21-jährige Tamara Elbl aus Pfedelbach-Untersteinbach und die 23-jährige Henrike Heinicke aus Bopfingen beworben. Beide sind Weinfachfrauen.

Reicht es Franziska Pfizenmayer nicht zum Titel der Weinkönigin, eine Weinprinzessin wird sie auf alle Fälle.

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