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Weinlese

Die Anlage funktioniert reibungslos

Deutlich früher als üblich hat bei der Felsengartenkellerei Besigheim die Lesesaison begonnen. Die Frühsorten Acolon und Regent werden zu Federrotem verarbeitet. Mit der Hauptlese wird vermutlich Ende kommender Woche begonnen.

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Das ist heute bereits Federroter: Etwa 15 Tonnen werden am Donnerstag verarbeitet. Fotos: Holm Wolschendorf
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Anfahrt: Die Frühsorten Acolon und Regent werden bei der Felsengartenkellerei in Hessigheim abgeliefert.
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Besigheim/Hessigheim. Bei der Annahmestelle der Felsengartenkellerei in Hessigheim hat sich am Nachmittag eine kleine Schlange gebildet. Die Wengerter nutzen die Wartezeit, bis ihre Trauben abgeliefert werden können, für einen kleinen Plausch. Etwa 15 000 Kilogramm, so schätzt Önologe Sebastian Häußer, werden an diesem Tag abgeliefert. Die meisten Trauben, nämlich zwei Drittel, sind von der Sorte Acolon, der Rest Regent. Der Federrote könne heute Abend bereits ausgeschenkt werden. Von der Qualität ist der Technische Betriebsleiter überzeugt: „Die Aromatik ist da.“

Der Vorab-Termin am Donnerstag ist für die Kellerei zudem eine gute Gelegenheit, um zu schauen, ob die Anlage nach zehn Monaten Pause auch funktioniert – und das tut sie: „Alles läuft.“ Und das sollte sie auch, denn Ende kommender Woche soll es mit der Lese richtig losgehen; der Großteil spielt sich im September ab. „Wir sind in diesem Jahr deutlich früher dran“, sagt Häußer. Sonst würde gegen Ende September begonnen. Seit etwa einem Monat sind die Experten der Kellerei in den Weinbergen unterwegs und messen die Reife. „Für uns ist wichtig, dass wir die Traubenreife immer im Blick haben und die Tendenz erkennen können: Geht sie nach oben oder nach unten?“, betont Sebastian Häußer. Wie es um die Qualität der Trauben an den Reben bestellt ist? „Die Trauben hängen superschön.“ Jetzt warte man auf kühle Nächte, denn dann werde der Rebstock angeregt, Aromastoffe einzulagern. Auch Regen käme den Wengertern nach der langen Trockenheit gelegen. Was die diesjährige Lese betrifft, so schätzt er, dass es etwas mehr werde als im Vorjahr – „zumindest acht Millionen Kilogramm“.