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Die Schlosskanzel muss saniert werden

Aufwendige Arbeiten sollen den Verfall des Rundturms stoppen – Große Preisspanne bei den Angeboten

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Sanierungsfall: der Rundturm am Schloss Kaltenstein. Foto: Albert Arning

Vaihingen/Enz. Manche Handwerksbetriebe haben derzeit offensichtlich ganz gut zu tun. Das wurde in Vaihingen bei der Ausschreibung für die Sanierung des Rundturms beim Schloss Kaltenstein wieder deutlich. Da klaffte zwischen den Angeboten eine Spanne von sage und schreibe 90 000 Euro.

Die „Kanzel“ steht auf einem Grundstück der Stadt. Die Schlossanlage ist Landesbesitz. Das Brüstungsmauerwerk ist zu einem Drittel zerstört. Um den Verfall des Rundturms zu stoppen, sind Naturstein-, Beton- und Putzarbeiten notwendig. Es ist daran gedacht, den Turm anschließend mit einem „kontrollierten Zugang“ für Weinbergführungen zu nutzen. Die Rebhänge werden von der Genossenschaftskellerei Roßwag-Mühlhausen bewirtschaftet.

Es lagen vier Angebote vor, wobei eine Firma aus Kleinlangheim mit 44 063 Euro die günstigste war. Die drei anderen Angebote lagen jeweils über 100 000 Euro. „Das hat mit der Auftragslage der Firmen zu tun“, war die Begründung aus dem Bauverwaltungsamt bei der Vergabe. Die Sanierung soll am 24. Juli beginnen und Anfang September abgeschlossen sein. Die Kostenschätzung lag übrigens bei 57 000 Euro. (aa)