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Projektpräsentation

Flattichschüler als Mutmacher

Am Donnerstagnachmittag fand unter dem Motto „Flattichschule kunst-voll“ in der Beihinger Grundschule eine Projektpräsentation statt, zu der Eltern, Geschwister, Großeltern und andere Interessierte eingeladen waren. Die Klassen zwei bis vier stellten Arbeiten aus ihren jahrgangsübergreifenden Projektstunden vor, die wöchentlich stattfinden.

Mit schauspielerischem Talent und Sangesfreude führen die Kinder der Theatergruppe sowie die Chorkinder das Umweltmusical „Mit Mut dabei“ auf. Demnächst werden sie es auch bei den Grundschultheatertagen in Stuttgart aufführen. Foto: Holm Wolschendorf
Mit schauspielerischem Talent und Sangesfreude führen die Kinder der Theatergruppe sowie die Chorkinder das Umweltmusical „Mit Mut dabei“ auf. Demnächst werden sie es auch bei den Grundschultheatertagen in Stuttgart aufführen. Foto: Holm Wolschendorf

Freiberg. „Kunst trifft Mathematik“ war ein spannendes Thema voll geometrischer Ideen. Papierfaltarbeiten, Masken, Rasterzeichnungen sowie Holzsägearbeiten in geometrischer Form bildeten einen Ausschnitt des mathematisch-künstlerischen Schaffens. „Unser Klassen Wir“ war das zweite Projektthema, das kreative Gemeinschaft pflegt und den Zusammenhalt mit selbstgehäkelten Freundschaftsbändern festigt. Die Kinder hatten am Webrahmen Kissen und kleine Taschen gefertigt und eine abwechslungsreiche Tierwelt aus Naturmaterialien geschaffen. Da traf der kleine Kastanienigel auf den großen Hasen aus Holz. Auch die Grundschulförderklasse präsentierte ihre Mal- und Bastelarbeiten im Jahreslauf.

Seinen Höhepunkt und Abschluss fand der Projekttag mit der Premiere des Umweltmusicals „Mit Mut dabei“, eine Geschichte zur Rettung der Erde. Anknüpfend an die Umweltprojekte Paradiesvogel und plastiktütenfrei, die maßgeblich von Anja und Matthias Horn in Freiberg initiiert wurden (unsere Zeitung berichtete), hatten sich die Kinder Gedanken um die Umwelt gemacht.

Was läuft schief? Was müssen wir tun, damit die Erde noch besteht, wenn wir Kinder groß sind? Zu diesen Fragen hatten die Schüler Ideen gesammelt und Szenen entwickelt. Schulleiter Folkert Schröder hat das Ganze zu einem Stück zusammengeschrieben. Um Musik und Lieder kümmerte sich Jutta Schöllhammer.

Die 18 Kinder der Theatergruppe und 16 Chorkinder boten ein spannendes Stück, das auch den erwachsenen Zuschauern manchen Denkanstoß geliefert haben dürfte. Lieder zur Umwelt wechselten mit eindrücklichen Spielszenen ab. Biene, Schmetterling und Grashüpfer vermissen ihr ursprüngliches Paradies.

Warum die Luft verpestet, die Natur zerstört, Erde und Meer vermüllt sind, zeigten die nachfolgenden Szenen. Schüler, die ihr Frühstück dreifach verpackt mitnehmen und den Müll achtlos wegwerfen, bekamen ebenso ihr Fett weg wie das Porsche-Pärchen und die Seefahrer.

Natürlich durften auch die Freiberger Wochenmarkthändler, die an der Stofftaschenaktion der Stadt teilnehmen, nicht fehlen. Denn ordentliche Müllentsorgung allein kann die Probleme nicht lösen, machten die Kinder singend und spielend deutlich: An oberster Stelle muss Müllvermeidung stehen. In der Rolle des Mädchen Gaia, das nach der altgriechischen Göttin der Erde benannt ist, glänzte Anna Feschenko. Sie meisterte ihren umfangreichen Text mit Bravour und überzeugte als umweltbewusstes Mädchen, das Hohn und Spott zum Trotz ihre Mitmenschen von Umweltsünden abhalten möchte.

In der Rolle als Paradiesvogel stand ihr Tara Schaible im glänzenden Kleid und mit Federkopfschmuck toll zur Seite. Ihren Namen „Mut“ verriet sie Gaia erst am Ende des Stücks, als diese erkannte, dass dieser Mut in ihr selbst steckt.

Auch alle anderen Kinder waren mit spürbarem Spaß, schauspielerischem Talent und Sangesfreude dabei. Die ernsthafte Thematik brachten sie sehr humorvoll ans Publikum. Die Botschaft des Stückes: Jeder kann ein Klimaheld sein. Mit großem Applaus wurden die Kinder für ihre tolle Leistung belohnt. Folkert Schröder verriet ihnen, dass sie mit dem Stück demnächst bei den Grundschultheatertagen in Stuttgart teilnehmen dürfen.

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