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Kundgebung Gegen Rechts

Für eine bunte Vielfalt in der Stadt

Mehr als hundert Menschen haben gestern Abend gegen rechtes Gedankengut und für eine bunte Vielfalt in der Stadt demonstriert. Anlass war ein geplanter Neujahrsempfang der Kreis-AfD.

Auf dem Besigheimer Kelterplatz fand gestern Abend die Kundgebung statt. Mit dabei die Schülerinnen Khira Pfahler (rechts) und Pauline Peckhart. Fotos: Alfred Drossel
Auf dem Besigheimer Kelterplatz fand gestern Abend die Kundgebung statt. Mit dabei die Schülerinnen Khira Pfahler (rechts) und Pauline Peckhart. Foto: Alfred Drossel
Auf dem Besigheimer Kelterplatz fand gestern Abend die Kundgebung statt. Mit dabei die Schülerinnen Khira Pfahler (rechts) und Pauline Peckhart. Fotos: Alfred Drossel
Auf dem Besigheimer Kelterplatz fand gestern Abend die Kundgebung statt. Mit dabei die Schülerinnen Khira Pfahler (rechts) und Pauline Peckhart. Foto: Alfred Drossel
Er hat zur Kundgebung aufgerufen: Christian Herbst.
Er hat zur Kundgebung aufgerufen: Christian Herbst.

Besigheim. Der Neujahrsempfang der Kreis-AfD sollte gestern Abend in der Stadthalle Alte Kelter stattfinden, doch die Stadt hat die Erlaubnis dafür zurückgezogen. Dafür kamen mehr als hundert Menschen von Parteien und Gruppen aus dem ganzen Kreis auf den Kelterplatz, um bei frostigen Temperaturen für eine bunte Vielfalt zu demonstrieren.

Christian Herbst von der SPD, die zusammen mit dem Besigheimer Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) zu der Kundgebung aufgerufen hat, stellte am Anfang von mehreren Redebeiträgen fest, dass es um demokratische Werte gehe und nicht explizit gegen die AfD, die auch in Besigheim ihre Wähler habe. Vielmehr wolle man für die Vielfalt und die Menschenrechte demonstrieren.

Auch Josie vom Ludwigsburger Bündnis gegen Rechts stellte fest, dass der eigentliche Kampf nicht gegen die AfD, sondern gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck gerichtet sei, der längst auch von anderen Parteien übernommen worden sei. Sie beklagte, dass Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, angegriffen und ihre Bedürfnisse infrage gestellt würden. Polizeigesetze würden verschärft, und Menschen, die sich zur Wehr setzten, seien immer stärkeren Repressionen ausgesetzt. „Wir wollen da nicht mitspielen und setzen uns für ein solidarisches Miteinander ein und wollen andere Menschen ermutigen, sich lautstark einzumischen“, betonte die junge Rednerin.

Bunt war die Fassade der Kelter angestrahlt. Musik ertönte. Die Menschen trugen Plakate, schwenkten Fahnen und Transparente. Den Besigheimer Schülerinnen Khira Pfahler und Paulina Peckhart war es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Ihr Plakat mit der Aufschrift „Die Welt ist bunt“, müsse auch für Besigheim gelten. Menschen aller Generationen waren auf den Kelterplatz zu der fast zweistündigen Kundgebung gekommen.

Redner aus unterschiedlichen Gruppen und Kreisen meldeten sich zu Wort. So auch Bernd Moritz vom Wartesaal in Besigheim und der Schauspieler Rüdiger Erk. „Ich habe Angst vor diesem rechten Gedankengut“, sagte er. Erk kritisierte die sozialen Medien im Internet: Ihr könnt dort alles machen, aber redet mit den Leuten“, forderte er seine Zuhörer auf.

Christian Herbst wertete die Kundgebung als einen schönen Erfolg. „Wir wollten ein Zeichen setzen, und das ist uns gelungen“, lautete seine Bilanz.

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