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Gemeinde legt Beschwerde bei Gericht ein

Im Streit um Atommüll-Transporte auf dem Neckar wehrt sich die Gemeinde Neckarwestheim mit juristischen Mitteln gegen weitere Castoren aus Obrigheim. Die Kommune habe Beschwerde gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin eingelegt, sagte Bürgermeister Jochen Winkler. „Wir können nicht einfach so stehenlassen, dass sich das Gericht in einer Interessensabwägung für einen zügigen Rückbau von Obrigheim und gegen die Gemeinde entschieden hat“, betonte er. Die Beschwerde sei beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt worden.

Neckarwestheim. Der Energieversorger EnBW treibt seine Vorbereitungen für den zweiten Transport bereits voran. Ein Spezialschiff habe gestern gegen 6.20 Uhr Neckarwestheim mit drei leeren Castoren verlassen, teilte das Unternehmen mit. Ziel ist das 50 Kilometer entfernte Obrigheim. Unsere Zeitung berichtete.

Die Beschwerde habe keine aufschiebende Wirkung, so dass vorerst weitere Castor-Transporte möglich seien, sagte Winkler. „Die Zeit läuft gegen uns“, meinte er. Die Kommune hoffe daher auf eine zügige Entscheidung. „Wir haben beantragt, die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen“, sagte der Rathauschef. (red)