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Haus ist nach Brand nicht mehr bewohnbar

80 Einsatzkräfte aus Besigheim, Ottmarsheim und Gemmrigheim sind im Wohngebiet Neusatz im Einsatz – Schaden von 100.000 Euro

Großeinsatz der Feuerwehr gestern am frühen Morgen im Besigheimer Wohngebiet Neusatz.Foto: Alfred Drossel
Großeinsatz der Feuerwehr gestern am frühen Morgen im Besigheimer Wohngebiet Neusatz. Foto: Alfred Drossel

Besigheim. Zu einem gefährlichen Kellerbrand ist es am frühen Mittwochmorgen im Besigheimer Wohngebiet Neusatz gekommen. Das Kellergeschoss eines Wohnhauses brannte dabei vollständig aus, zwei Bewohner mussten ins Krankenhaus gebracht werden. 80 Kräfte der Feuerwehren aus Besigheim, Ottmarsheim und Gemmrigheim waren im Einsatz.

Der Alarm ging bei der Feuerwehr um 5.27 Uhr ein. Als das erste Fahrzeug im Wohngebiet Neusatz eintraf, quoll bereits dicker Rauch aus dem Keller des Gebäudes, das von einer Familie bewohnt wird. Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilt, bemerkten die drei 14, 41 und 46 Jahre alten Bewohner des Hauses den Brand und alarmierten die Feuerwehr. Vermutlich erlitten alle drei Bewohner Rauchgasvergiftungen. Das 14 Jahre alte Mädchen und die 46-jährige Frau wurden durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Löschmaßnahmen gestalteten sich zunächst wohl aufgrund der enormen Hitzeentwicklung schwierig, doch den Wehrleuten gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das Erd- und Obergeschoss des Hauses zu verhindern. Gegen 8 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand vollständig gelöscht.

Die Kellerräume des Wohnhauses werden derzeit umgebaut. Die Räume, auch eine eingebaute Sauna, brannten völlig aus. Auch in der Wohnung im Erdgeschoss entstand Schaden durch Rauch. Aufgrund von Rußablagerungen ist das Haus bis auf weiteres nicht bewohnbar.

Wie die Polizei weiter mitteilt, verhielt sich der 41-jährige Bewohner während des Feuerwehr-Einsatzes aus unbekanntem Grund aufbrausend und aggressiv gegenüber den Einsatzkräften und versuchte mehrfach in das Haus zu gelangen, so dass die eingesetzten Polizeibeamten einen Platzverweis aussprechen mussten. Schließlich beruhigte sich der Mann jedoch.

Die Feuerwehr war mit elf Fahrzeugen angerückt. Zwei Atemschutztrupps kamen mit Kommandant Markus Pleschke zur Verstärkung aus Gemmrigheim. Besigheims Stadtkommandant Jochen Feyerabend zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Löscharbeiten. Da gemeldet wurde, dass sich Personen in dem Gebäude befinden sollen, gingen die Einsatzkräfte darauf konzentriert vor.

Auch Bürgermeister Steffen Bühler informierte sich vor Ort. Die Besigheimer DRK-Bereitschaft sicherte zusätzlich mit sieben Kräften den Löscheinsatz ab und versorgte die Feuerwehrkräfte mit Getränken. Polizeibeamte hatten noch während des Löscheinsatzes mit den Ermittlungen zur Brandursache begonnen. Warum es gebrannt hat, ist bislang allerdings noch unklar. Es wird nach ersten Schätzungen von einem Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro ausgegangen.

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