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Im Weinberg: Trauben haben Sonnenbrand

Durch die „grüne Lese“ können verbrannte Trauben weggeschnitten und die Schäden so reduziert werden

Zu viel Sonne: geschädigte Trollinger-Trauben im Besigheimer Wurmberg.Foto: Alfred Drossel
Zu viel Sonne: geschädigte Trollinger-Trauben im Besigheimer Wurmberg. Foto: Alfred Drossel

Besigheim. Sonnenbrandgefahr im Weinberg – und zwar nicht nur für die Wengerter, die dort arbeiten, sondern auch für die Weintrauben. Durch die Rekordhitze in den vergangenen Wochen bei gleichzeitig fehlender Feuchtigkeit im Boden haben viele Weintrauben einen Sonnenbrand bekommen. Die Trauben werden dabei regelrecht gebraten, sie werden braun und schrumpeln zusammen.

Laut Weinbaupräsident Hermann Hohl sind die Trollinger-Weintrauben von der Hitze am stärksten betroffen. Er spricht von bis zu 50 Prozent verbrannten Trollinger-Trauben und rechnet mit Ernteeinbußen. Sebastian Häußer von der Felsengartenkellerei Besigheim kann das in seinem Bereich so allerdings nicht feststellen. Zahlen könne er zwar keine nennen, sagt der Önologe, doch Sonnenbrand im Weinberg gebe es quer durch alle Sorten. Da jetzt aber die „grüne Lese“ beginne – die Reben werden ausgedünnt und so entlastet –, könnten die verbrannten Trauben weggeschnitten werden. Verbleiben trotzdem noch verbrannte Beeren bis zur Lese an den Reben, würden sie von der Sortiermaschine ausgesondert.

Weitere Hitze dürfte den Beeren am Stock jedoch nicht schaden, sagt Häußer, denn die Rebe habe nun von Wachstum auf Reife umgestellt. Da wirke sich Hitze eher positiv aus. (ad)

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