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Jugend debattiert: Auch Streiten will gelernt sein

Regionalfinale des Wettbewerbs wird in Besigheim ausgetragen – Schüler aus Ottmarsheim qualifiziert sich für die nächste Runde

Die Jugendlichen debattieren vor Publikum und Jury über ein aktuelles Thema. Joey Prechtel von der Besigheimer Maximilian-Lutz-Realschule überzeugte mit seinen Argumenten. Fotos: Alfred Drossel
Die Jugendlichen debattieren vor Publikum und Jury über ein aktuelles Thema. Joey Prechtel von der Besigheimer Maximilian-Lutz-Realschule überzeugte mit seinen Argumenten. Foto: Alfred Drossel
Die Jugendlichen debattieren vor Publikum und Jury über ein aktuelles Thema. Joey Prechtel von der Besigheimer Maximilian-Lutz-Realschule überzeugte mit seinen Argumenten. Fotos: Alfred Drossel
Die Jugendlichen debattieren vor Publikum und Jury über ein aktuelles Thema. Joey Prechtel von der Besigheimer Maximilian-Lutz-Realschule überzeugte mit seinen Argumenten. Foto: Alfred Drossel

Besigheim. Wenn die Glocke läutet, bleibt nicht mehr viel Zeit. Maximilian Rechtien vom Gymnasium bei St. Michael aus Schwäbisch Hall richtet sich auf, blickt noch einmal auf seine Notizen, schaut seine Kontrahenten an und fasst seine wichtigsten Argumente zusammen. Gerade noch rechtzeitig zum zweiten Glockenbimmeln endet er. Jetzt sind seine Kontrahenten an der Reihe. Die Jury beobachtet den Schlagabtausch genau und wird später auf die Stärken und Schwächen aller Diskussionsteilnehmer eingehen. Dabei kommt es nicht darauf an, recht zu behalten. Was zählt, sind Sachkenntnis, Ausdruck, Überzeugungskraft und Gesprächsführung.

Das Regionalfinale des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend debattiert“ fand gestern in der Stadthalle Alte Kelter in Besigheim statt. In zwei Altersklassen traten jeweils vier Jugendliche gegeneinander an und diskutierten das Pro und Contra eines aktuellen Themas. Sie hatten sich zuvor schulintern qualifiziert. Jeweils zwei Schüler pro Altersklasse schafften es in die nächste Runde, zur Landesqualifikation nach Stuttgart. Die dortigen Sieger treten beim Landesfinale gegen Schüler aus ganz Baden-Württemberg an. Am Ende findet das Finale auf Bundesebene statt. Einer der gestrigen Gewinner ist der 16-jährige Joey Prechtel von der Besigheimer Maximilian-Lutz-Realschule. Sein Thema: „Sollen grundsätzlich auch Nicht-Pädagogen in der Schule unterrichten?“ Der Ottmarsheimer sprach sich in der Debatte dagegen aus und überzeugte mit seinen Argumenten und seinem Auftreten die Jury. Vor zehn Tagen habe er das Thema erfahren und vor allem im Internet dazu recherchiert, erzählt der 16-Jährige von seiner Vorbereitung. Er hatte übrigens schon im vorigen Jahr am Regionalfinale teilgenommen, war damals aber nicht weitergekommen. Nun hat er es geschafft. „Ich diskutiere sehr gerne und es ist mir wichtig, dass ich meine Meinung kundtun kann“, sagt der Ottmarsheimer. Neben ihm hat sich auch Johanna Meier vom Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn für die nächste Runde qualifiziert. Ebenso wie Maximilian Rechtien und Felix Fischer (Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn), die in der zweiten Altersklasse die Oberstufe repräsentierten. Sie diskutierten zum Thema „Sollen mehr fremdsprachige Filme ohne deutschsprachige Synchronisation gezeigt werden?“ Alle Gewinner dürfen nun an einem Rhetorik-Seminar teilnehmen.

Organisiert hatte das Regionalfinale die Maximilian-Lutz-Realschule, eine von zehn Schulen, die zum „Regionalverbund Mittlerer Neckar“ gehört. Alle anderen teilnehmenden Schulen – von Stuttgart bis Heilbronn – sind Gymnasien. Lehrerin Julia Länge betonte, wie wichtig der Wettbewerb sei: „Die Schüler sollen lernen, ihre Meinung angemessen auszudrücken und sachlich zu debattieren, um an der Demokratie teilhaben zu können.“ Bundesweit beteiligen sich rund 200.000 Schüler von 1200 Schulen am Wettbewerb.

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