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Besigheim

Kfz-Zulassungsstelle zieht Prägebetriebe an

Ende Januar will das Landratsamt in die „Krone“ einziehen – Davon wollen einige Unternehmen profitieren – Bauanträge im Ausschuss

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Noch sind die Bauarbeiter in der „Krone“ beschäftigt. Anfang des Jahres soll hier aber eine Kfz-Zulassungsstelle einziehen. In unmittelbarer Umgebung entstehen deshalb mehrere Schilderprägebetriebe. Foto: Alfred Drossel

Besigheim. Bis Anfang nächsten Jahres soll der Umbau der ehemaligen Gaststätte „Krone“ in der Besigheimer Hauptstraße abgeschlossen sein. Voraussichtlich Ende Januar kann dann das Landratsamt Ludwigsburg mit seiner Außenstelle für Kfz-Zulassungen und ein Jobcenter einziehen.

Gerade die neue Zulassungsstelle weckt bei einigen Unternehmern die Hoffnung nach einer neuen Einnahmequelle: Mittlerweile gibt es vier Interessenten, die eine Prägestation für Kfz-Schilder einrichten wollen. Zwei entsprechende Baugesuche wurden am Dienstagabend vom Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik genehmigt. Allerdings unter Auflagen – denn die Stadt gibt einige Einschränkungen vor.

Die Eigentümer der Hauptstraße 44 und der Kronenstraße 2 wollen in den Gebäuden Kfz-Schilder prägen und einen entsprechenden Betrieb einrichten. Die dafür nötigen Umbauten genehmigten die Ausschussmitglieder einstimmig. Da aber noch zwei weitere Unternehmen ihr Interesse angemeldet haben, fragte Marion Mohn (FWV) nach: „Brauchen wir wirklich vier solcher Betriebe?“ Doch ob diese tatsächlich auf Dauer bestehen können, ist noch unklar – „der Markt wird die Situation bereinigen“, war sich Bürgermeister Steffen Bühler sicher.

Die Parkplatzsituation gerade am Gebäude Hauptstraße 44 beschäftigte Sybille Reustle (SPD). Dort gebe es keine Stellplätze, befürchtet sie künftig ordnungswidriges Parken. Deshalb solle in dem Bereich gerade zu Beginn stärker kontrolliert werden. Kritisch äußerten sich die Ausschussmitglieder auch zum geplanten Werbeschild, das in bunten Farben an der Fassade angebracht werden soll. Der Bauherr habe die Größe schon deutlich reduziert, sagte Heike Eckert-Maier vom Amt für Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Umwelt. Trotzdem waren die Stadträte noch nicht zufrieden: Eine Klebefolie im Fenster wäre besser und vor allem nicht von Dauer, sollte der Betrieb aufgeben, waren sie sich einig. Friedrich Köhler (FWV) schlug vor, dass das Werbeschild vorgelegt werden müsse, bevor es angebracht werde. Auf Vorschlag von Ulrich Herbst (CDU) sollen Werbeschilder für die Prägebetriebe nur zweifarbig in Schwarz-Weiß erlaubt werden.

Sicherstellen wollen die Stadträte auch, dass in dem Gebiet rund um die „Krone“ künftig keine Speisen und Getränke verkauft werden. Durch die Kfz-Zulassungsstelle gebe es viel Laufkundschaft in der Gegend, das sei sicher attraktiv für Imbissbesitzer, meinte Ulrich Gerstetter (CDU). „Ein Imbiss oder Bäcker würde aber noch mehr Verkehr anziehen“, ist er sich sicher. Ausgeschlossen werden soll auch, dass die Prägebetriebe später weiter gewerblich genutzt werden können, sollten sie ihren Betrieb einstellen müssen.