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Gaukinderturnfest

Mehr als 600 Helfer sind am Wochenende im Einsatz

An diesem Wochenende, 7. und 8. Juli, werden rund 1500 Teilnehmer und weit mehr als 2000 Besucher beim 63. Gaukinderturnfest des Turngaus Neckar-Enz erwartet. Ausrichter der Großveranstaltung ist bereits zum 13. Mal die Sportvereinigung Besigheim.

Besigheim. „Wenn das Gaukinderturnfest in Besigheim stattfindet, haben wir sehr wenig Bauchschmerzen. Wir wissen, dass die Sportvereinigung alles im Griff hat und es hier gut läuft“, sieht Anke Kreutzer, Vorsitzende der Turngaujugend, dem Wochenende gelassen entgegen. „Bislang haben sich 1480 Kinder im Alter von drei bis 13 Jahren angemeldet“, bezifferte sie die Teilnehmerzahl beim gestrigen Pressegespräch. Mit Nachmeldungen hofft sie, die 1500er Marke zu knacken. Insgesamt 43 Vereine aus dem Turngaugebiet Neckar-Enz, zu dem der Landkreis Ludwigsburg und der alte Enzkreis zählen, sind dann auf den Besigheimer Sportanlagen zu Gast.

Die Spvgg ist allerdings der einzige Verein, bei dem die Teilnehmerzahl dreistellig ist: Es sind 204 Jungen und Mädchen gemeldet, worauf die Spvgg mit Recht stolz ist. Am Samstag sind die jüngsten Teilnehmer bis sieben Jahre ins Turni-Land eingeladen. Simone Last, Turnwartin Kinder, und ihre Stellvertreterin Katrin Seyfang haben sich zu den Gruppenwettbewerben unter dem Motto „Rund um den Ball“ einiges einfallen lassen. Während die Turn-Minis bis fünf Jahre einen reinen Spaßwettbewerb erleben, geht es bei den Turn-Maxis neben Spiel und Spaß auch um Punkte und Zeit.

Samstagabend findet nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr wieder die „Tu-Ju-Night“ statt, ein Angebot für Jugendliche ab 14 Jahren. „Diesmal haben wir 95 Anmeldungen und damit 20 mehr als im Vorjahr“, freut sich Kreutzer, dass dieses Angebot so gut angenommen wird. Dass die Turner der „Tu-Ju-Night“ am Sonntag als Helfer dableiben, ist positiver Nebeneffekt. Ebenfalls neu eingeführt wurde im Vorjahr der Leichtathletik-Dreikampf Handicap für Kinder und Jugendliche mit geistiger oder körperlicher Behinderung, was sehr gut ankam. Dieses Jahr sind hier 14 Teilnehmer angemeldet.

Für alle anderen Sportler gibt es acht verschiedene Wettkämpfe, die individuell gewählt werden können. Es gibt Gerätturnen, Bodenturnen, Leichtathletik sowie Übungen mit und ohne Handgerät.

„Das Gaukinderturnfest ist aber nicht nur Wettkampf“, legt Uwe Schober, Vorsitzender der Spvgg, die Betonung auf „Fest“. Deshalb gebe es auch ein vielseitiges Rahmenangebot, damit sich die ganze Familie den kompletten Tag auf dem Sportgelände aufhalten könne. Unter anderem erwartet die Gäste ein Bewegungsparcours, eine Hüpfburg und natürlich Bewirtung. Auch bekommt jeder Teilnehmer eine Medaille und Urkunde. „Ich bin sicher, dass die Kinder an beiden Tagen wieder sehr glücklich nach Hause gehen werden“, erklärt Claudia Schober. Sie ist Leiterin der Spvgg-Kinderturnabteilung und selbst erklärtes „Mädchen für alles“. Wie ihr Mann Uwe Schober unterstützt sie Markus Beeh, der erst seit Februar Leiter der Spvgg-Turnabteilung ist und bei der diesjährigen Ausrichtung des Festes noch eine gewisse Schonfrist genießt.

Uwe Schober ist froh, dass außer seinen Übungsleitern auch Vereinsmitglieder und sehr viele Eltern mithelfen. Doch natürlich werde es immer schwieriger, rund 200 Vereinshelfer zusammenzubekommen. Die mehrjährige Schonfrist, die seine Ehrenamtlichen 2012 bei der letzten Ausrichtung des Gaukinderturnfestes gefordert hatten, sorgte aber offenbar für neue Motivation. Am Wochenende sind insgesamt 600 ehrenamtliche Mitarbeiter von Turngau und Spvgg im Einsatz. Der Dank von Turngau und Sportvereinigung galt auch Bürgermeister Steffen Bühler für die Unterstützung der Stadt.

Bärbel Vorrink, Präsidentin des Turngau Neckar-Enz, bezeichnet das Gaukinderturnfest als Aushängeschild des Turngaus. Erwachsene würden sich immer gern an ihre Teilnahme zurückerinnern. Und auch wenn die Teilnahmerzahlen derzeit die Talsohle erreicht hätten, könne man den Vergleich mit den Festen anderer Turngaus noch sehr gut standhalten.