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Verkehr

Radweg lässt auf sich warten

Immer wieder wird der Bau des Radwegs zwischen Gemmrigheim und Besigheim verschoben. Frühestens Ende kommenden Jahres dürfte das Projekt in Angriff genommen werden. Die Kreisstraße muss dafür wohl stellenweise einen Meter Richtung Neckar verschoben werden.

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Gemmrigheim/Besigheim. In der Finanzplanung des Landkreises war der Bau des Radwegs entlang der Kreisstraße zwischen Besigheim und Gemmrigheim für die Zeit 2017/2018 vorgesehen. Einige Zeit später hieß es, in diesem Jahr soll das Projekt umgesetzt werden. Im März dieses Jahres war dann vom zweiten Halbjahr 2019 die Rede. Jetzt teilte das für die Arbeiten zuständige Ludwigsburger Landratsamt gegenüber unserer Zeitung mit, dass Ende 2019, Anfang 2020 mit der Realisierung geplant werde. Gemmrigheims Bürgermeister Dr. Jörg Frauhammer kommentierte die erneute Verschiebung auf Nachfrage mit unserer Zeitung mit „leider“. Für ihn ist der jetzt vorgelegte Zeitplan auch relativ neu. Anfang Dezember gebe es einen Termin zwischen Kommune und Landratsamt, bei dem die Planung intern vorgestellt werden soll. „Wir werden langsam ungeduldig“, sagte Frauhammer, „das geht jetzt schon mehr als 20 Jahre so.“

Bereits seit vielen Jahren wird am Radweg geplant – und doch gibt es jetzt eine entscheidende Änderung: Wie mehrfach berichtet, sollte der Radweg an der Neckarseite entlang der Kreisstraße gebaut werden. Bereits Anfang 2016 teilte die Behörde mit, dass der Platz zwischen Fluss und Straße an den meisten Stellen ausreiche, aber auf einer rund 200 Meter langen Strecke eine Stützmauer errichtet werden müsse. Davon haben sich die Planer nun verabschiedet: Der Wirtschaftsweg, der entlang der Weinbergmauern verläuft, soll ausgebaut werden.

Derzeit prüfe die Behörde noch, ob sie durch eine „leichte Verschwenkung der Kreisstraße“ die Eingriffe in die Uferböschung und Weinbergmauern reduzieren könne. „Im Bereich der Weinbergmauern wollen wir die Straße etwas abrücken, um die Radfahrer sicher an den aufgestellten Fahrzeugen der Wengerter vorbeizuführen“, teilt Dr. Andreas Fritz, Sprecher des Landratsamts, auf Nachfrage mit.

Der Wirtschaftsweg ist bislang kein ausgewiesener Fahrradweg, zumal er gerade während der Lese stark von Wengertern und deren großen Fahrzeugen genutzt wird. Wenn dieser Weg ausgebaut, also verbreitert wird, „wird die Straße um etwa einen Meter in Richtung Neckar verschoben“.

Wie Andreas Fritz weiter ausführt, werde damit gerechnet, die Planung Ende des Jahres abschließen zu können. Ende 2019, Anfang 2020 könnte es dann zur Umsetzung kommen. Ob und wie der Verkehr während der Bauarbeiten umgeleitet wird, steht jetzt noch nicht fest – „die Verkehrsführung während der Bauzeit wird erst nach den Planungen festgelegt“.