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Sanierung wird teurer und dauert länger

Wasserschloss: Mehrkosten von 600.000 Euro wegen morscher Hölzer – Abschluss im Jahr 2020

Die Instandsetzung des Dachgebälks verursacht höhere Kosten.Foto: Alfred Drossel
Die Instandsetzung des Dachgebälks verursacht höhere Kosten. Foto: Alfred Drossel

sachsenheim. Das Wasserschloss wird noch mal knapp 600.000 Euro teurer und soll nun 9,45 Millionen kosten. Grund dafür sind Mehrarbeiten wegen der mit Schadstoffen belasteten und teilweise beschädigten Balken im Dachgeschoss und an der Fassade. Das Auftragsvolumen an den Zimmerer erhöht sich dadurch auf 1,4 Millionen Euro.

Der Leiter des Hochbauamts, Michael Miorin-Bellermann, ging im Gemeinderat davon aus, dass keine weiteren Unwägbarkeiten mehr zu erwarten seien. Höhere Kosten durch eine Bauverzögerung will Miorin-Bellermann jedoch nicht ausschließen. Im Kostensteuerungsbericht werden die Schäden und damit die Schadensbeseitigung im Dachgeschoss wesentlich umfangreicher genannt als ursprünglich angenommen. Demzufolge mussten massenhaft Reparatur- und Austauscharbeiten am Konstruktionswerk des Dachstuhls und der Fassade aufgrund schadstoffbelasteter und morscher Hölzer vorgenommen werden.

Betroffen waren häufig Konstruktionshölzer mit statischen Funktionen sowie Hölzer, die erst nach Rückbau der vorgeblendeten Fassade und des Daches ersichtlich wurden. Unter nahezu unerträglichen Bedingungen mussten die Arbeiten mit Atemschutzmaske und Ganzkörperanzug teilweise bei Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius ausgeführt werden. Alle diese Leistungen haben deutliche Auswirkungen auf den Kostenplan und die Bauzeiten-Entwicklung. Um einen Teil der Verzögerungen wieder hereinzuholen, wird die Bogenbrücke hin zum Schloss schon ab dem Frühjahr erneuert, statt wie bisher geplant am Ende der Sanierung.

Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass die Arbeiten an der Außenanlage und an der Brücke sich gegenseitig nicht behindern und während der Ausbau- und Umzugsphase die Brücke uneingeschränkt zur Verfügung steht. Während der Brückensanierung kann die Baustelle durch den Kran angedient werden. Auf der Brücke soll ebenes Kopfsteinpflaster angebracht werden, so dass der Zugang für Gehbehinderte einfacher wird.

Die Sanierung des Schlosses soll bis zum Sommer 2020 abgeschlossen sein.

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