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Streitschlichter bauen eine Friedenstreppe

Kontrahenten kommen sich stufenweise bis zur Versöhnung entgegen – Eine Idee für Grundschüler

Gestern wurde an der Kirbachschule die Friedenstreppe vorgestellt.Foto: Alfred Drossel
Gestern wurde an der Kirbachschule die Friedenstreppe vorgestellt. Foto: Alfred Drossel

sachsenheim. Die Streitschlichter an der Hohenhaslacher Kirbachschule haben eine Friedenstreppe gebaut, um zukünftig noch effektiver arbeiten zu können. Sie ist vor allem für jüngere Kinder gedacht, für die das komplexe System der Mediation noch zu schwierig ist.

Gestern wurde diese Friedenstreppe, als eine neue Art der Streitschlichtung, von Schulsozialarbeiterin Sandra Kernberger und den Streitschlichtern in der Kirbachtalhalle vorgestellt.

„Durch das Erklimmen der einzelnen Stufen soll die Bearbeitung des Konfliktes auch visuell erlebt werden“, erklärt Sandra Kernberger. Die Kinder würden sich dabei ihrem Gegenüber stufenweise nähern, bis sie sich auf der letzten Stufe gegenüberstehen und sich schließlich die Hände zur Versöhnung reichen können.

Die Streitschlichter haben die Treppe selbst gebaut. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, lobt Schulleiter Rainer Graef die massive Holztreppe, die sicherlich – so der Rektor – viele Jahre der Schlichtung an der Schule aushalte und mit deren Hilfe vielen Kindern der Weg zu einer friedlichen Konfliktlösung erleichtert werde.

Ganz nebenbei hätten die Schüler beim Bau der Treppe viel Wissenswertes über die verschiedenen Hölzer, deren Beschaffenheit und über den spannenden Beruf des Zimmerers gelernt, erklärt Sandra Kernberger. Die Idee der Friedenstreppe hat sogar schon einen Geldpreis der VR-Bank gewonnen.

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