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Izhak Akerman

Überlebender von Vaihingen, Unterriexingen und Dachau

Geboren wurde Izhak Akerman als jüngstes von drei Kindern im Dezember 1927 in Danzig, damals völkerrechtlich eine „Freie Stadt“ ohne nationale Zugehörigkeit, aber mit einer deutlichen deutschsprachigen Mehrheit. Seit 1933 geriet auch Danzig immer stärker unter den Einfluss der NSDAP, 1938 zog die jüdische Familie ins polnische Gdingen um, 1939 wurde sie nach Radom „ausgesiedelt“ und dort im Frühjahr 1941 ghettoisiert. Bei zwei „Aktionen“ im Ghetto verlor Izah Akerman Mutter und Vater. Ein Cousin nahm den halbwüchsigen Waisen unter seine Fittiche, Akerman musste im KZ Szkolna in Radom – einem Außenlager von Majdanek – Zwangsarbeit leisten. Als die Nazis im Sommer 1944 die Lager um Lublin und Majdanek angesichts der herannahenden Roten Armee räumten, wurde Akerman nach Deutschland deportiert, war jüdischer Arbeitssklave in den KZ Vaihingen und Unterriexingen, befreit wurde er in Dachau. Die Folgen der Lagerhaft führten ihn in diverse Krankenhäuser, entlassen wurde er erst im Oktober 1946 in Bad Wörishofen. Akerman ging zuerst zu seinen Cousins nach Stuttgart, die in Vaihingen überlebt hatten. 1947 emigrierte er unter abenteuerlichen Umständen mit dem jüdischen Flüchtlingsschiff „Exodus“ nach Palästina. Heute lebt er in der israelischen Hafenstadt Haifa. (pro)