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Wichtige Themen schon frühzeitig ins Bewusstsein holen

Rund 250 Besucher nehmen an der Veranstaltung „Gut vorgesorgt?“ des Neckar- und Enzboten in Kooperation mit der VR-Bank Neckar-Enz teil

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Voll besetzte Reihen: Timm Häberle, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Neckar-Enz, eröffnet die Veranstaltung in der Stadthalle. Foto: Ramona Theiss

Besigheim. „Wir wollen uns über die Themen Generalvollmacht und Patientenverfügung informieren“, antworteten Eva und Jürgen Fleischmann aus Ingersheim auf die Frage, warum sie zu der Veranstaltung „Gut vorgesorgt?“ gekommen sind. Es sei „wichtig, sich rechtzeitig darum zu kümmern, zur eigenen Sicherheit und Beruhigung, aber auch, um den Kindern so manche Entscheidung abzunehmen“. Das Ehepaar gehört zu den rund 250 Besuchern, die gestern den Weg in die Stadthalle Alte Kelter gefunden haben. Sehr zur Freude von Dietmar Merz, Anzeigenleiter der Ludwigsburger Kreiszeitung und des Neckar- und Enzboten, sowie von Timm Häberle, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Neckar-Enz, Kooperationspartner des Infoabends. „Als Genossenschaftsbank wurden wir vor 150 Jahren gegründet, um die Menschen hier in der Region in allen finanziellen Bereichen zu unterstützen und sie nachhaltig zu begleiten.“ Der genossenschaftliche Auftrag wäre jedoch viel zu kurz, nur die finanzielle Seite zu sehen.

Kerstin Wulle, Hausdirektorin bei der Evangelischen Heimstiftung, nimmt an der Premiere von „Gut vorgesorgt?“ teil. „Mit Wohnen Plus möchte ich eine innovative Form des Wohnens vorstellen.“ Wohnen Plus sei ein Wohnkonzept, das sich an Senioren mit unterschiedlichem Pflege- und Betreuungsbedarf richte. „Dieses Konzept wird im Landkreis zum ersten Mal in Ingersheim umgesetzt. Es gibt Appartements, verschiedene Serviceleistungen können individuell in Anspruch genommen werden.“

Vorsorge zu Lebzeiten treffen, dafür plädiert Alexander Becker von Bestattungen Gauger. „Es ist nur zu begrüßen, wenn jemand schon zu Lebzeiten festlegt, wohin seine letzte Reise hingeht.“ Eine Bestattungsvorsorge nehme den Hinterbliebenen eine Abfolge von Entscheidungen ab, die manchmal kurzfristig nicht zu regeln seien. Von 50 Jahren aufwärts würden Menschen diese Vorsorgemodalitäten treffen: Von der Musik über den Wunsch, wie Trauergäste bekleidet sein sollen, reichen die Wünsche. „Manche geben uns Adresslisten, an wen eine Trauerkarte geschickt werden soll.“ Auch Geld werde treuhänderisch verwaltet, beispielsweise für die Grabpflege.

Jochen Bürkle, Notar in Besigheim, und Bernd Gräser von der VR-Bank Neckar-Enz referierten über Vollmachten, erbrechtliche Überlegungen und die Pflegesituation. An Infotischen gab es die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.